Aktuell 27. Oktober 2017

Objekt des Monats: November

„Wenn Frauen hassen“ – so lautete der unwiderstehliche sondern der deutsche Verleihtitel des wohl ersten „feministischen“ Westerns der Filmgeschichte. Ein Drama um zwei starke Ladies, für das B-Picture-Studio  Republic im Stil einer griechischen Tragödie mit überlebensgroßem Pathos im knalligen Trucolor-Farbverfahren inszeniert von Nicholas Ray. François Truffaut nannte den Film „La Belle et la Bête“ des Westerns, wobei die Rollenverteilung hier keineswegs eindeutig ist.

In der Hauptrolle: die...

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Ausstellung 06. November 2017

Taptenwechsel 2.03: Lotte Laserstein

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Wir nehmen das zum Anlass, uns in der Dezember-Neuauflage von Tapetenwechsel (Version 2.03) dem Thema Aids als wichtigem Bestandteil der LGBTIQ*-Geschichte zu widmen. Dies geschieht in einem Sonderteil der Ausstellung mit Werken aus unserem Archiv, u.a. Nan Goldin oder von Aron Neubert zu Jürgen Baldiga. Dieser Aids-Teil ist eingebettet in einem größeren historischen Überblick. Der fängt mit Napoleon und dem Code Civil 1804 an und geht über Oscar Wilde, die...

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Aktuell 06. November 2017, 18.00h

Erfolg für lesbische Gedenkpolitik!

Wir begrüßen, dass die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten nun endlich ein Gedenkzeichen für die in Ravensbrück inhaftierten lesbischen Frauen befürwortet. Der öffentliche Druck, der aufgebaut wurde, u.a. durch eine Unterschriftenaktion, bei der ca. 750 Einrichtungen und Persönlichkeiten aus ganz Europa unterzeichneten als auch durch die Initiative des Schwulen Museums*, sich mit einer Veranstaltung zu positionieren, hat offenbar gefruchtet: Ein großer Erfolg für die zivilgesellschaftlichen...

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Ausstellung 17. November 2017 - 05. Februar 2018

Marc Martin: Fenster zum Klo - Public Toilets & Private Affairs

Vernissage: 16. November 2017, 19:00 Uhr

Die öffentliche Bedürfnisanstalt hatte noch nie einen guten Leumund. Seit einigen Jahren arbeitet der französische Fotograf Marc Martin in Paris und Berlin zur Geschichte der Pissoirs und dem, was sie erlebt haben.

In diesen kostbaren Büdchen konnten sich unbeargwöhnt flüchtige oder intensive Beziehungen und Freundschaften entspinnen. Gewiss haben die dabei gefundenen Abwege ihre Spuren eher in den Protokollen der Sittenpolizei als in der Literatur...

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Vorschau 24. November 2017, 19.00h

Cidade Queer: Screening & Diskussion mit Raphael Daibert von Lanchonete.org

Raphael Daibert ist einer der Koordinatoren des Projekts Cidade Queer/Queer City, das unsere aktuelle Brasilienausstellung inspiriert hat und zentraler Bestandteil der Ausstellung ist. Er ist Mitbegründer von Lanchonete.org, der Organisation hinter Cidade Queer/Queer City.

Das Projekt ist ein fortwährender Prozess von individueller und öffentlicher Politisierung. Es will ergründen, woher die unglaubliche Energie queerer Communities stammt, als Resultat von Konflikten an den Schnittstellen der...

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Vorschau 26. November 2017, 18.30h

Konzert: Ein bisschen Leichtsinn: Ein queeres 1920er Jahre Berlin-Kabarett

1918-1933 war eine der markantesten Perioden der Kulturgeschichte, besonders in Berlin mit seinem vulkanisch aktiven Leben. In den drei Jahren nach dem Ende des ersten Weltkriegs entstanden in Deutschland über 200 Kabarett-Theater, davon 38 allein in Berlin. Vor dem Hintergrund enormer materieller Armut wurde fabelhafte Musik, Theater und Kunst geschaffen. Die Kabarettszene war raffiniert und sehr direkt, ihr Wortwitz ist bis heute unvergesslich. Viele der Melodien aus dieser Zeit leben im...

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Vorschau 30. November 2017, 19.00h

Barbara Wackernagel-Jacobs, Rückblick auf ihre Diplomarbeit zur RotZSchwul aus dem Jahr 1975.

Barbara Wackernagel-Jacobs erzählt über Motive und Erkenntnisse ihrer Diplomarbeit über die Gruppe RotZSchwul, die sie im März 1975 im Rahmen ihres Soziologiestudiums in Saarbrücken fertiggestellt hat – einer Universität, die absolut keine revolutionäre Hochburg war. Eine kleine Reise in eine Zeit, wo Begriffe wie „normal“ und „gesund“ radikal definierten, wer dazugehörte und wer nicht. Eine Zeitreise in die Anfänge der politisch emanzipatorischen Schwulen-Bewegung.

"Faszination Sex" und...

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Vorschau 01. Dezember 2017, 18.30h

25 Jahre AIDS-Therapie-Aktivismus in Europa - was bleibt für Berlin?

1992 wurde in Berlin die European AIDS Treatment Group (EATG) als Verein gegründet. Als europaweites Netzwerk von Aktivisten* wurde die EATG weltweit zum Vorreiter für Patientenrechte und Selbstvertretung.
 
Ihren Anfang nahm die EATG aus der Verbindung von Menschen, die aus sehr unterschiedlichen Gründen sehr unzufrieden mit ihrer Lebens- und Forschungsrealität waren. Es ging um nicht weniger als um ein neues Verständnis der aktiven Beteiligung von Patienten an den Prozessen im...

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Vorschau 06. Dezember 2017 - 08. Dezember 2017

Konferenz "Sexualität, Holocaust, Stigma: Eine Bestandsaufnahme"

Die internationale Konferenz Holocaust, Sexualität, Stigma: Eine Bestandsaufnahme wird organisiert von Dr. Anna Hájková (University of Warwick) und Dr. Birgit Bosold (Schwules Museum*).

Die geschlossene Konferenz – großzügig gefördert von der Kulturstiftung des Bundes – findet statt zwischen vom 6. - 8. Dezember 2017 in Berlin statt, in der Evangelischen Bildungsstätte Schwanenwerder. Auf die Konferenz folgt eine öffentliche Podiumsdiskussion am Freitagabend im Gorki Theater.

Die Konferenz...

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Vorschau 08. Dezember 2017, 19.00h

Tearoom Trade: Literary Designs for an Architecture of Pleasures

Tearooms are not only elegant salons in which ladies come together to share a refined cup of tea. They are also public toilets and as such likely meeting areas for sexual activities. Literary examples such as John Rechy’s The Sexual Outlaw have mapped out the dangerous and subversive potentials of these precarious places that continue to be threatened by policing, infection, and bigotry.  And yet, tearooms are dissident and empowering marginal spaces in our social environment. Their...

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Ausstellung 07. September 2017 - 27. November 2017

Kai Teichert: House of Joy

Eine Sonderausstellung im Rahmen von Tapetenwechsel 2.02. Kurator: Wolfgang Theis.

Ein marokkanischer Innenhof: in der Mitte sitzt Charles W. Leslie, vor ihm liegt sein Schäferhund „Joy“. Wuchernde Vegetation. Vasen mit Blumen. Exotik. Ein Springbrunnen, dessen Fontäne sich beim zweiten Hinsehen als Wolke kopulierender Männer entpuppt. Jünglinge als Baumstämme. Auch eine Schlange windet sich als Symbol der Ursünde und der Verführung. Ein Triptychon der sexuellen Erregung. Selbst die...

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Ausstellung 19. Oktober 2017 - 08. Januar 2018

Queer City: Geschichten aus São Paulo

Das Wort „queer“ wurde 2017 offiziell in den Duden aufgenommen. Es bezeichnet eine Person, die „in der Geschlechtsidentität von einer gesellschaftlich verbreiteten heterosexuellen Norm“ abweicht. Solche Abweichung – oder die Möglichkeit, Räume für solch abweichende Entfaltung zu bieten – zelebrieren etliche Städte seit langem als Qualitätsmerkmal. 1993 startete in Leipzig die Zeitung Queer als „Fachblatt für Subkultur“ und suggerierte, die boomende Studentenstadt im Osten wäre besonders offen...

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Ausstellung 02. November 2017 - 28. Februar 2018

Faszination Sex: Der Theoretiker & Aktivist Martin Dannecker

Schwul, intellektuell und kämpferisch – der Sexualwissenschaftler und Schwulenaktivist Martin Dannecker ist ein homosexueller Mann neuen Typs. In den 1960er Jahren schloss er sich in seinem extravaganten Lackmantel der Studentenbewegung an, riss 1971 mit Rosa von Praunheim die Schwulen aus dem Schlaf und sorgte 1974 mit Reimut Reiche dafür, dass man nachhaltig nicht um die offene Auseinandersetzung mit Homosexuellen umhinkommen würde.

„Faszination Sex“ begleitet den wohl bedeutendsten...

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