Ausstellung 17. Januar 2018

12 Monde

Ein Jahresprogramm mit Filmen von feministischen Filmemacherinnen* und Videokünstlerinnen*

Ein Raum des Schwulen Museums wird zur Filmlounge mit einem wechselnden Programm zu jedem Neumond. Während der regulären Öffnungszeiten des Museums können sich die Besucher_innen in einem installativen Raumkonzept Zeit nehmen für unterschiedliche filmische Formate und internationale feministische Positionen.

Die Reihe ist ein ganzjähriges Statement gegen die mangelnde Sichtbarkeit von Frau_en und weiblichen* Sichtweisen - sowohl in audiovisuellen Medien und musealen Kontexten als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Sie wirft Fragen nach der Darstellung und Konstruktion von Weiblichkeit_en und der Möglichkeit eines anderen Blicks auf. 

Das Jahr wird keine monosubjektive Übersichtsschau, sondern ist als breite Suche angelegt, auf die wir uns in Zusammenarbeit mit wechselnden Gastkurator_innen begeben. Eine einjährige Suche nach ungesehenen Geschichten, den Klassikern lesbischer und feministischer Filmhistorie, zeitgenössischen queeren Positionen und den Stimmen von Women* of Color. Wir wühlen uns durchs Internet, fragen die OWLs (die older wiser lesbians), die Pornfilmexpert_innen, die Community, Festivals und Archive nach Input zu den Themen, die uns bewegen.

Das Programm der 12 Monde eröffnet Einblicke in Alltagsleben und Begehren, hinterfragt Beziehungsstrukturen und Machtgefüge. Die gesellschaftlichen Zumutungen werden ebenso gezeigt wie die Zeiten des Aufbegehrens, des Widerstandes gegen die Geschlechterordnung und die darin aufscheinenden heilenden Momente und utopischen Phantasien. Die Monde präsentieren damit Zeugnisse des globalen Kampfes von Frauen* um Respekt, Selbstbestimmung und Entfaltungsräumen.

Team:
Kuratorin: Vera Hofmann
Szenografie: with Carolin Gießner und Théo Demans 
Programmplanung: mit wechselnden Ko-Kuratorinnen*
Mond 1: Assistenz: Felix Scharr

Vera Hofmann arbeitet als Künstlerin und ist im Vorstand des Schwulen Museums.

12 Monde wird im Rahmen des Jahres der Frau_en von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.