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7. Oktober 2011 bis 16. Januar 2012

Zuschauer und Akteure. Akteurinnen und Zuschauerinnen
Porträtmalerei aus vier Jahrhunderten

Eröffnung: Donnerstag, 6. Oktober 2011, 19.00 Uhr
Wo: Schwules Museum, EG (Eingang 1. Hof), Mehringdamm 61, 10961 Berlin
[EG eingeschränkt barrierefrei zugänglich: drei Stufen]


Französischer Höfling, um 1710, Berlin, Privatsammlung


Hans Friedrich, Frauenporträt, 1923, Berlin, Privatsammlung


August Heitmüller, Freundespaar, 1925, Berlin, Sammlung Schwules Museum




Kooperationspartner zur Ausstellung:
Zuschauer und Akteure. Akteurinnen und Zuschauerinnen
Porträtmalerei aus vier Jahrhunderten
Die Ausstellung erkundet die Geschichte des Porträts, seine Funktionen und Wandlungen anhand 100 ausgewählter Gemälde von 1600 bis 1945.
Porträts dienten über Jahrhunderte vorrangig der Repräsentation – nicht der Abbildung individueller Gemütszustände oder Leidenschaften.
Die Bilder spiegeln höfische und bürgerliche Lebensweisen und Darstellungsmuster. Sie geben Auskunft über sich wandelnde Präsentationen von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Moden, Kleidung und Haartracht.

Und es stellt sich die Frage, gibt es oder gab es explizite schwule und lesbische Porträts, konnte es sie in Zeiten der Unterdrückung geben? Natürlich gab es immer auch Bilder von homosexuellen Menschen, aber unterschieden sich diese von denen ihrer heterosexuellen Zeitgenossen? Was geben die Bilder an individuellen Wünschen und Träumen preis, und was bleibt hinter der repräsentativen Fassade verborgen? Alle Dargestellten sind Zeug_innen ihrer Zeit, damaliger Wertvorstellungen und Lebensweisen. Insofern haben sie alle Vielschichtiges zu erzählen. Sie sind Akteur_innen gewesen und gleichzeitig Zuschauer_innen.

Die Mode erzählt immer auch etwas über die Geisteshaltung ihrer Träger und der Gesellschaft, in der sie leben. Die Ausstelung geht den sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen nach – von der Prachtentfaltung in der Männermode im Zeitalter König Ludwigs XIV über Frauen in männlich anmutender Reitkleidung nach 1800 bis hin zu offen ins Bild gesetzter Travestie und homosexuellen Beziehungen im frühen 20. Jahrhundert, um nur einige Beispiele aus den großen Entwicklungslinien herauszugreifen.

Die Ausstellung wirft vielerlei Fragen auf und versucht einige Antworten zu geben. Zum gesamten Themenkomplex und der Verortung der Schwulen und Lesben bedarf es weiterer gezielter Forschungen.


Öffentliche Führungen durch die Ausstellung:
Mi., 26.10. / Mi., 23 .11. / Mi., 21.12.
jeweils um 18.00 Uhr


Bitte Termin vormerken:
Pressefrühstück am Mittwoch, den 5. Oktober 2011, um 11.00 Uhr

HINWEIS: Pressebilder und weitere Informationen finden Sie zum Download bereit im Presse-Bereich unserer Homepage (www.schwulesmuseum.de > untere Menüleiste > Presse > Presse-Downloads > Ausstellungen).


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