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![]() Rinaldo Hopf, Fox, Berlin 1996, © Hopf |
7. November 2004 bis 14. Februar 2005
Rinaldo Hopf: AMORE
Hopf verwandelt das Kabinett des Schwulen Museums in eine Wunderkammer voller Fotos. Seit der ersten Begegnung vor neun Jahren hat er unzählige Fotos seines Freundes Frank alias Fox gemacht, die diesen als facettenreiche Persönlichkeit und begnadetes Model zeigen - während der Künstler sich in seinem Blick offenbart. Und der hat es in sich! Subversiv ist diese Liebeserklärung, die mit allen Klischees von Männlichkeit spielt - und diese gleichzeitig unterwandert und ironisiert. Gezeigt wird ein schwuler Held, der sowohl mit seinem Cazzo als auch mit seiner Katze spielt. |
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In all den Jahren, die ich Rinaldos Arbeit kenne, war es sein ständiges
Streben, diejenigen Individuen der Queer Community zu katalogisieren,
definieren und aufzuzeichnen, deren Wirkung auf unsere Welt groß
gewesen ist - seien es die Mitglieder des Geheimbundes der Weißen
Rose oder die offensichtlichen Selbstporträts seiner Serie
Der Goldene Hans. "Wir waren da," sagt er, denn wir alle
wissen es nicht, werden uns nicht erinnern, müssen es gesagt bekommen.
Die vorliegende Serie von Fotoporträts ist durchsetzt von Charakteren,
die sich entschieden haben etwas darzustellen, wie auch solchen, die einfach
etwas darstellen müssen. Für viele Betrachter mögen sie
subversiv sein, aber etlichen werden sie auch bekannt vorkommen. In gewisser
Weise muss Rinaldo an die berühmte Serie seines Kollegen August Sander:
Menschen des 20. Jahrhunderts gedacht haben. Denn jeder erzählt
auf seine Art die Geschichte von Menschen in ihrer Zeit. Berlin ist nicht
die gleiche Stadt wie früher. Und doch leben viele von Rinaldos Modellen
heute in dieser Stadt, erwecken sie zum Leben und machen sie real. Vielleicht
sogar realer als Sanders Modelle. Katalog: Subversiv
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