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7. Dezember 2005 bis 27. Februar 2006
Hilde Knef "Halt mich fest"
Erinnerungen — Erkenntnisse — Impulse
Eine Hommage von Dieter Bornemann zum 80. Geburtstag von Hildegard Knef


"Halt mich fest", Hildegard Knef und Dieter Bornemann (1989)



Hildegard Knef (1989)


Vernissage in Erlenbach, Schweiz (1989),
alle Bilder © Dieter Bornemann
Hildegard Knef, eine ehrgeizige Künstlerin mit Mut zum Risiko, mit Mut zur Blamage. Ihr Leben und ihre Karriere verliefen immer extrem, nie konstant. Erfolge und Fehlschläge, Verehrung und Verachtung sowie Lob und Tadel lösten sich in fast endloser Folge ab.
Immer wieder bewies sie starken Lebenswillen, ob im zerbombten Berlin, bei schweren Krankheiten oder in der Ehekrise. Mit ihrer Offenheit und Aufrichtigkeit hat sie viele Menschen berührt und ihnen Kraft geschenkt.
Am 28. Dezember 2005 hätte Hildegard Knef ihren 80. Geburtstag feiern können. Doch die couragierte und vielseitige Persönlichkeit verstarb am 1. Februar 2002 in Berlin an einer Lungenkrankheit.

Der Museumsbesucher begibt sich auf einen Spaziergang durch ein facettenreiches Leben und wird von der einmaligen Ausstrahlung der Künstlerin in Bann gezogen. Texte und Zitate von Hildegard Knef erhalten aus heutiger Sicht neue Bedeutung.
Mit themenbezogenen Präsentationen und eigenwilligen Inszenierungen wird die berühmte Schauspielerin, Chansonette, Autorin und Malerin gewürdigt. Collagen, ein Originalgemälde und ein besonderes Bühnenkleid setzen zusätzliche Akzente.
Welche Impulse sind von dieser außergewöhnlichen Frau ausgegangen? Freunde, Fans und andere Künstler werden in dieser Ausstellung ihr Forum bekommen.

Dieter Bornemann (50), Schweizer Journalist und Bankkaufmann, hat sich bereits als Jugendlicher mit dem Leben von Hildegard Knef auseinandergesetzt. In den vielen Jahren konnte der treue Verehrer eine große Sammlung aufbauen und ihr immer wieder persönlich begegnen. Durch die tiefgründigen, vertrauensvollen Gespräche ist eine große Verbundenheit entstanden.

Die Knef hat es geschafft, sich mit ihrem vielfältigen Gesamtwerk auch nach ihrem Tod in Erinnerung zu behalten. Ganz getreu dem Motto ihres Chansontitels "Halt mich fest".


Dieter Bornemann im Interview mit Hildegard Knef (1989), © Dieter Bornemann

Kurzbiografie Hildegard Knef

  • Geboren 28. Dezember 1925 in Ulm, gestorben am 1. Februar 2002 in Berlin.
  • Hildegard Knef durchlebt die Kriegsjahre in Berlin und läßt sich zur Trickfilmzeichnerin bei der UFA ausbilden. In "Die Mörder sind unter uns" macht sie erstmals als Schauspielerin auf sich aufmerksam und provoziert später als erste Nackt-Darstellerin in dem Film "Die Sünderin".
  • Als "Ninotschka" wird sie zum Musical-Star und feiert am Broadway in
    "Silk Stockings" Triumphe.
  • Mit eigenen Texten wie "Für mich soll's rote Rosen regnen" geht sie in den 60er-Jahren auf Chanson-Tourneen. 1970 erscheint der Bestseller "Der geschenkte Gaul" - und sie beginnt wieder zu malen.
  • Hildegard Knef war in dritter Ehe mit Paul von Schell verheiratet. Tochter Christina, aus der Ehe mit David Cameron, wurde 1968 geboren und lebt heute in den USA.

Auszeichnungen

  • Bundesfilmpreis (1959)
  • Goldene Schallplatte (1968)
  • Bundesverdienstkreuz (1975)
  • Goldene Kamera (2000)
  • "Echo" (2000)
  • "Bambi" (2001)

Kurzbiografie Dieter Bornemann

  • Geboren 28. Mai 1955 in Zürich, Journalist, Bankkaufmann.
  • Dieter Bornemann lebt in Männedorf am Zürichsee (Schweiz) und in Berlin.
  • Als 12-jähriger wird er auf Hildegard Knef aufmerksam. Seine Begeisterung und Faszination für diese außergewöhnliche Frau bestimmen seinen Lebensweg. Berlin wird zur zweiten Heimat und der Journalismus zum Beruf. Er veröffentlicht Interviews mit vielen berühmten Künstlern und arbeitet für Presse und Radio.
  • "Als treuer Begleiter eines Lebens", wie die Knef ihn nannte, führt er mit ihr immer wieder lange, tiefsinnige Gespräche. Unzählige Zeitungsartikel, Fotos, Schallplatten, Bücher und Videos bereichern seine Sammlung.
  • Heute arbeitet Dieter Bornemann als Receptionist in einer Privatbank in Zürich.

Text: Dieter Bornemann



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Pressestimmen



 
Zitty, 25/2005
Geregnete Rosen [...] Dieter Bornemann breitet vom Taufbecher bis zur Trauerrede Devotionalien der Verehrung aus. Die Fan-Perspektive konterkariert und ergänzt den "offiziellen Bick" des Filmmuseums: Außer Widmungen der "Göttin der Außenseiter" sind ein Originalgemälde und Hüte zu sehen, denn laut Walter Scheel konnte "keine so außerordentlich gut Hüte tragen". [...] Manfred Hobsch
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Neues Deutschland, 28. Dezember 2005
Ein flüchtiger Moment [...] "Mut zum Risiko, Mut zur Blamage" habe die Künstlerin ausgezeichnet, und das machte sie zur glamourösen Ikone der Schwulenbewegung. [...] Dass sie entgegen der landläufigen Meinung rote Rosen wegen ihrer Vergänglichkeit nicht mochte, dass sie in einem kanariengelben Kleid mit Strasssteinen 1990 vor schwulen Fans in einer Diskothek in Krefeld auftrat und regelmäßig Rat bei der Wahrsagerin Gabriele Hoffmann einholte, erfährt man im Schwulen Museum. Mit ihren Installationen, Devotionalien und Zitaten in einer Meinungsspannweite von Kritik bis Ergebenheit bewegt sich die Ausstellung launig zwischen andächtiger Würdigung und respektvoller Entzauberung. [...] Ulrike Mattern
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BILD, 28. Dezember 2005
Ich bin der schwule Freund der großen Knef [...] Im Herbst 1970 sah er die "typische Berliner Göre" zum ersten Mal, drei Jahre später lernte Bornemann sie persönlich kennen. "Eine stille Liebe begann. Eine Liebe, die sich durch Feingefühl, Humor und besonders durch die Sprache ohne Worte, die des Herzens auszeichnete. Eine Liebe, die über den Tod hinaus geht..." Hildegard Knef, sie wird ewig leben - Legenden sterben nie! F. Manske
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Du&Ich, Dez. 2005/Jan. 2006
Hommage an Hilde Ach, Hilde, du fehlst uns! [...] Am 28. Dezember hättest du deinen 80sten Geburstag gefeiert, hätte deine Lunge nicht schon vor drei Jahren schlappgemacht. Jetzt bekommst du in unserem Schwulen Museum die Hommage, die dir gebührt. Dein Verehrer und Freund, der Schweizer Journalist Dieter Bornemann, hat sie zusammengestellt. [...] Er lädt uns ein zu einem spannenden Spaziergang durch dein Leben, und wir spüren noch einmal deine einmalige Ausstrahlung. Liebe Hilde, für dich soll's rote Rosen regnen - wo immer du jetzt bist.
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