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27. September bis 27. November2006
River Dillon:
Dornenmänner und andere Porträts



River Dillon, Davis mit Dornen, 2002, © River Dillon


River Dillon, Yohann mit Inkafeder, 2006, © River Dillon


River Dillon, Sebastien mit goldener Schlange, 2004, © River Dillon



River Dillon arbeitet mit der Technik des "Übereinandermontierens". Er nimmt das Negativ eines Fotos, zum Beispiel eines Kaktus oder einer Distel, und legt es auf das Negativ eines Personenporträts. Durch diese Zusammensetzung werden traumhafte Gestalten zu Monstern transformiert.

Die mit Stacheln und Dornen versehenen Männer besitzen aufgrund ihrer Schönheit die Kraft der Verführung, die beim Berühren allerdings verletzend ist.

Ein Teil der Ausstellung zeigt eine neue Entwicklung: Menschen mit metallischen Dornen, inspiriert von verschiedenen Berliner Subkulturen wie der SM-, Gothic-, Punk- oder Skin-Szene.

Der Künstler schuf zudem eine Serie von Diptychen, z.B. das Porträt eines Mannes neben dem Abbild einer stacheligen Pflanze. Der Betrachter assoziiert so das Aggressive und Gefährliche des Kaktus mit der Kraft des Männlichen.

Gezeigt werden auch Bilder aus anderen Serien, wie die Vogel- und Schlangenmänner: Dillon legt Nahaufnahmen von Vogelfedern auf Porträts luftiger Adonisse, um dem Vogelmensch-Mythos ein zeitgemäßes Gesicht zu geben. Das technische Verfahren stattet so die Haut der jungen Männer mit einem fremdartigen Gefieder aus.

Wenn der Mensch des Menschen Wolf sein kann, so ist er von widersprüchlicher Natur: an einem Tag eine räuberische Schlange, die mit allen Mitteln ihre Gier zu stillen sucht, am anderen Tag ein Vogelmensch, ein luftiger Poet, der vom Fliegen träumt.
Text: Denis Paul Angus
Übersetzung: Jörg Leidig

Biographische Daten von River Dillon: Biographische Daten von  River Dillon




River Dillon, Yohann mit Dornen, 2005, © River Dillon



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Die Ausstellung fand statt im Rahmen des
Europäischen Monats der Fotografie Berlin,
www.mdf-berlin.de
,
MD Infoline: (030) – 90 26 99 444




Die Ausstellung fand statt im Rahmen der
Art France Berlin.
www.artfranceberlin.de




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