Ankauf der Sammlung Sternweiler

Die weltweit bedeutendste Sammlung zur schwulen Kulturgeschichte muss für Berlin gesichert werden!

Aktion Ankauf Sammlung Sternweiler
100 Förderer spenden je 1.000 - 200 Freunde spenden 100 ( = 120.000 Euro)



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David und Jonathan von König Saul belauscht, Mitte 19. Jahrhundert, Bleistiftzeichnung

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Paul Schirmer und sein Freund Gustav, Berlin-Charlottenburg, Postkarte 1904

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Don Whitman, Freundschaft,
Fotografie, 1950er Jahre

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Ferdinand Flor, Badende Jungen in der blauen Grotte auf Capri, Öl auf Leinwand, Italien, um 1837

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Fanfare, Zeitschrift, Berlin

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Wilhelm Bendow als "Magnesia" Die tevovirte Dame, Zeitungsseite, Berlin um 1927

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Oskar Nerlinger (NO), Die Homosexualität vor dem Staatsanwalt, Karikatur, Berlin 1924

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Marcus Behmer (Maurice Besnaux) "Le Gourmand" und "Le Gourmet", Illustrationen, Wien,1906

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Richard Grune, Kameraden
1948; Lithografie, Berlin, Privatbesitz




Liebe Freundinnen und Freunde in Berlin,
wir wenden uns heute an Sie mit der Bitte um solidarische Hilfe.

Wie Sie vielleicht aus der Presse erfahren haben, zeigt das Schwule Museum noch bis 18. September die Ausstellung Paradiese - Schätze aus der Sammlung Sternweiler. Sie liefert einen Überblick über Kunst und Politik zwischen 1500 und 1950. Wo wurden die Homosexuellen von der Gesellschaft verortet und wie haben sie sich Gegenwelten entworfen? Welche Rolle spielten paradiesische Traumwelten für ein Leben in der Unterdrückung und im Kampf um Gleichberechtigung? Präsentiert werden Stiche, Zeichnungen, Gemälde und Fotografien. Die Sammlung Sternweiler ist uns zu einem Vorzugspreis von 240.000 Euro angeboten worden und wäre die ideale Ergänzung unserer eigenen Bestände, die bisher vorrangig den Zeitraum 1950 bis heute abdecken.

Es geht um die Bewahrung unserer eigenen Geschichte, um zentrale Stücke unseres gemeinschaftlichen kulturellen Erbes. Jetzt gilt es, das private Engagement eines Einzelnen für die Allgemeinheit zu nutzen und die Sammlung Sternweiler durch viele helfende Hände in den Besitz des Schwulen Museums zu überführen.

Das Schwule Museum wird nach wie vor rein privat getragen und erhält nur punktuelle staatliche Unterstützung für einzelne Projekte. Es ist uns gelungen, von der Kulturstiftung der Länder eine Zusage zur Mitfanzierung in Höhe von 50.000 Euro für den Ankauf zu erhalten, auch als Anerkennung unserer jahrelangen ehrenamtlichen Arbeit. Wie üblich muss ein Teil des Geldes durch andere Stiftungen und Sponsoren sowie ein Eigenanteil durch das Schwule Museum aufgebracht werden.

120.000 Euro, die Hälfte der Summe, wollen wir während der Ausstellung Paradiese sammeln. Jede kleine oder größere Spende trägt dazu bei! Es wäre schön, wenn auch Sie eine Überweisung auf das Sonderkonto Schwules Museum bei der Weberbank, Kto-Nr. 6151466789, BLZ 101 201 00 vornehmen. Sie erhalten dafür eine steuermindernde Spendenbescheinigung. Oder Sie werden jetzt Mitglied des Vereins der Freunde eines Schwulen Museums e.V. und unterstützen die Arbeit kontinuierlich.


Die Sammlung Sternweiler enthält zentrale Stücke unseres gemeinschaftlichen kulturellen Erbes

Sie besteht aus zirka 6000 einzelnen Objekte und Konvoluten: Drucke, Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Kunstfotografie, Privatfotografien, Dokumente, Briefe, Zeitschriften, wissenschaftliche und belletristische Bücher. Material für unzählige Ausstellungen und wissenschaftliche Forschungsarbeiten.


- rare Zeitschriften und Dokumente der Schwulenbewegung aus den 1920er Jahren aus Berlin, die so gut wie nie auf den Markt kommen

- Fotografien und Dokumente zur Sozialgeschichte der Homosexuellen in Deutschland zwischen 1880 und 1950, insbesondere Fotografien von Freunden und Freundinnen sowie Freundschaftszirkeln, zur schwulen und lesbischen Subkultur und zur Verfolgung in der Nazi-Zeit

- Spitzenwerke der homoerotischen Kunst, die nur ganz selten im internationalen Kunsthandel angeboten werden, darunter Gemälde von Ferdinand Flor, Blaue Grotte (um 1837), Paul Höcker, Badender mit Fisch (um 1900), K. Oechsler, Nach dem Picknick (um 1930) oder die Bronzeskulptur Freundespaar eines unbekannten deutschen Bildhauers (um 1920)

- umfassende Übersicht zur Geschichte der homoerotischen Kunst und Thematisierung von Homosexualität in der Kunst zwischen 1500 und 1950, insbesondere an grafischen Arbeiten von und nach Marten van Heemskerck, Michelangelo, Rubens, Pietro Testa, William Hogarth, Carstens, Hans von Marées, Ludwig von Hofmann, Max Slevogt, Lovis Corinth, Max Slevogt, Renée Sintenis usw.

- der Nachlass des Künstlers Richard Grune aus einer sozialdemokratischen Familie, der u.a. am Bauhaus studierte. Darin enthalten Briefe und künstlerische Verarbeitung seiner zehn Jahre (1935-1945) im Gefängnis und KZ.

- umfangreiche Sammlung zum Künstler Marcus Behmer, bereits 1903 Mitglied in der ersten Homosexuellen-Organisation der Welt in Berlin, der Homosexualität in seinen Zeichnungen und Drucken in einer Vielfalt thematisierte wie kein anderer Künstler seiner Zeit.

- die Geschichte der Aktfotografie in Deutschland und in den USA zwischen 1880 und 1960 lässt sich an Hand der über 2000 Fotografien darstellen.

- Materialien zum Themenbereich Travestie, Damenimitatoren und Geschlechterfragen, über 150 Starpostkarten von Herren- und Damenimitatoren von 1890 bis 1933, Fotografien, Bücher usw. zur internationalen Geschichte der Travestie zwischen 1600 und 1960, der Nachlass des Damenimitators Marcel André mit über 500 Dokumenten und Fotografien von ihm und befreundeten Damenimitatoren zwischen 1930 und 1970


Mit Ihrer Unterstützung tragen auch Sie dazu bei, die Zukunft des Schwulen Museums zu sichern und auszubauen!

100 Förderer spenden je 1.000 - 200 Freunde spenden 100 ( = 120.000 Euro)




 


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