Aktuell 01. Juli 2016 - 30. Juli 2016

Kostenlose öffentliche Führungen im Schwulen Museum*

Samstag, 2. Juli um 16 Uhr Führung zu "Am I Dandy?"

Donnerstag, 7. Juli um 18 Uhr Führung zu "Ken. To Be Destroyed"

Samstag, 16. Juli um 16 Uhr Führung zu "Am I Dandy?"

Donnerstag, 21. Juli um 17 Uhr Führung zu MILLIONAIRES CAN BE TRANS* // YOU ARE SO BRAVE*

Samstag, 23. Juli um 16 Uhr Führung zu "Am I Dandy?"

Donnerstag, 28. Juli um 16 Uhr Führung zu "Bühnenbild: Peter Kothe"

Samstag, 30. Juli um 17 Uhr Führung zu MILLIONAIRES CAN BE TRANS* // YOU ARE SO BRAVE*

Weitere Führungen auf Anfrage: kontakt(at)schwulesmuseum.de

Aktuell 03. Juli 2016, 18.30h

Formen des Widerstandes: Queere Politik & muslimischer LGBT*-Alltag im Angesicht normativer Gewalt

Mit Ferdiansyah Thajib

Queere Sexualitäten und Geschlechtlichkeiten werden in Indonesien zunehmend zum Ziel von Anfeindungen. Während sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in der Vergangenheit noch durchaus ambivalent behandelt wurden, werden LGBT* in den Medien mittlerweile als unsichtbare und ausländische Gefahr für die Nation dargestellt.

Bei der Queer Kitchen wird Ferdiansyah Thajib mit uns über antiqueere Rhetorik, Gewalt und Ausgrenzung in Indonesien sprechen und dabei folgende Fragen behandeln:

Welche progressiven queerpolitischen Forderungen sind im Zusammenspiel von religiösen, kulturellen und ökonomischen Unterschieden möglich? Wie kann Aktivismus jenseits von Sichtbarkeit und Befreiung aussehen? Und wie können wir konkret Solidarität in Angesichts von Erschöpfung und dem sozialen Tod zeigen?

Veranstaltung in Englisch, Flüsterübersetzung ist möglich.

Event 14. Juli 2016, 18.30h

Queer Social Reproduction as Radical Transfeminism

Vortragsreihe: Radical Transfeminism zur Ausstellung MILLIONAIRES CAN BE TRANS*

Mit Nat Raha & Mijke van der Drift

Soziale Reproduktion ist ein Konzept, dass betrachtet wie die Weiterführung des Lebens (unter dem Kapitalismus) möglich ist. Soziale Reproduktion sind die maßgeblichen Prozesse der fortführenden Existenz. Dieser Vortrag prüft wie soziale Reproduktion zu einer Stätte revolutionärer Transformation werden kann, wenn die zu reproduzierenden Formen des Lebens mit sozialem Tod oder „langsamen Tod“ bedroht werden.

Dies wird insbesondere die Leben und den radikalen trans*-Aktivismus farbiger Menschen bedenken und sich auf die Arbeit von Street Transvestite Action Revolutionaries (STAR), konzentrieren. Die Schwule Befreiungs-Gruppe wurde 1970 von Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson, zwei Schlüsselfiguren in der Geschichte des trans*-Aktivismus in New York, gegründet. Derartiger Aktivismus und solche Arbeit könnte exemplarisch für Black Materialist Feminism (A. Davis 1985, Hill Collins 1990) und die Kämpfe revolutionärer Gruppen dieser Zeit (wie die Black Panthers und Young Lords) verstanden werden. Dieser Vortrag wird die These aufstellen, dass die nicht-normative Ethik von STAR als Fokus für eine weitere Aussprache Radikalen Transfeminismus dient.

 

 

Event 28. Juli 2016, 18.30h

All my/our relations: Decolonizing the Western Philosophy through Indigenous and Feminist Collaboration

Vortragsreihe: Radical Transfeminism zur Ausstellung MILLIONAIRES CAN BE TRANS*

Mit Sebastian de Line

Kann Posthumanismus entkolonisiert werden?

In den Eingeborenensprachen Cree und Michif bedeutet Niw_hk_m_kanak ‘alle meine/unsere Beziehungen‘. In dieser Erörterung werde ich mich um eine Erklärung und das gemeinsame Ausfädeln bemühen, für die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen alle meine/unsere Beziehungen und beugendem Posthumanismus, wie er in traditionellem indigenen Wissen von L. Little Bear und den zeitgenössischen, westlich feministischen Gelehrten Donna Haraway und Karen Barad, erklärt wird. I glaube, dass diese philosophischen Projekte voneinander profitieren und sich über einen feministischen Diskurs der Wissenschaft und Philosophie hinweg erstrecken können, ohne die Bedingung sich auf okzidentale Systeme stützen zu müssen. Feminismus ergänzt konstant die Limitierungen der objektiven Philosophie. Wie kann Feminismus Dualismus und Objektivität durch bifokale Perspektiven verbessern? Kann ein vollkommeneres Bild erfahren oder nur betrachtet werden? Würde Transfeminismus potenziell von solch einer Kooperation zwischen feministischer und indigener Philosophie profitieren?