Führung 01. März 2017 - 30. April 2017

Öffentliche Führungen im Schwulen Museum*

Samstag, 25. März um 16:00 Uhr Kurator_innenführung  zu Tapetenwechsel 2.0 ("Rock Hudson und die AIDS-Krise") auf Deutsch.

Donnerstag, 30. März um 18:00 Uhr Führung zu The Lightest Shade of Aflatoon auf Englisch.

Samstag, 1. April um 16:00 Uhr Kurator_innenführung zu Siegfried Wagner auf Deutsch.

Donnerstag, 6. April um 18:00 Uhr Führung zu Lightest Shade of Aflatoon auf Englisch.

Samstag, 8. April um 16:00 Uhr Kurator_innenführung zu ğ – queere Formen migrieren auf Englisch.

Donnerstag, 13. April um 18:00 Uhr Führung zu Lightest Shade of Aflatoon auf Deutsch.

Samstag, 15. April um 16:00 Uhr Führung zu Tapetenwechsel 2.0 ("Rock Hudson und die AIDS-Krise") auf Deutsch.

Donnerstag, 20. April um 18:00 Uhr Kurator_innenführung zu Siegfried Wagner auf Deutsch.

Samstag, 22. April um 16:00 Uhr Kurator_innenführung zu ğ – queere Formen migrieren auf Englisch/Türkisch.

Donnerstag, 27. April um 18:00 Uhr Führung zu Tapetenwechsel 2.0 ("Rock Hudson und die AIDS-Krise") auf Englisch.

Samstag, 29. April um 16:00 Uhr Führung zu Lightest Shade of Aflatoon auf Englisch/Farsi.

Die Führungen sind kostenlos, bezahlt werden muss nur der Eintrittspreis für das Museum* selbst.

Führungen für private Gruppen, Bildungsreisen etc. können unter fuehrungen(at)schwulesmuseum.de angefragt und gebucht werden. Für Führungen durch das Museum und seine Ausstellungen empfehlen wir eine Gruppengröße von maximal 25, für Führungen durch das Archiv maximal 15 Personen.

Aktuell 26. März 2017, 16.00h

Künstlergespräch: Hasan Aksaygın & Yener Bayramoğlu

Yener Bayramoğlu führt ein Künstlergespräch mit dem Künstler Hasan Aksaygın über queerness, Migration und künstlerisches Schaffen in Berlin.

Hasan Aksaygıns Wandbild, das er für ğ hergestellt hat, ist – wie seine anderen Werke – der Versuch eines Selbstportraits. In diesem Bild setzt sich Aksaygın mit archäologischen Funden aus Zypern auseinander, die ihm in der Sammlung «Im Fokus: Zypern, Insel der Aphrodite» im Neuen Museum begegnet sind. Das Bild, das denselben Namen trägt wie die Originalsammlung, wurde in Acrylfarbe direkt an eine Wand des Schwulen Museums* aufgetragen. Es versteht sich als Intervention in die Debatte über migrantische Männlichkeit, wie sie in Deutschland geführt wird, und die verbreitete Wahrnehmung von Maskulinität.

Yener Bayramoğlu forscht an der Freien Universität Berlin und doziert an der Alice Salomon Hochschule. Er forscht in Bereichen queerer Migration, queerer Repräsentation, Cultural Studies, Diskursanalyse und digitaler Ethnographie. Seinem jüngsten Forschungsprojekt Imaginaries of gender and sexuality on the move wurde ein Stipendium von Margherita-von-Brentano-Zentrum für Gender Studies verliehen.  Es war eine komparative Analyse der Bedeutung digitaler Medien für queere Geflüchtete in Deutschland und der Türkei. Er hat mehrere Artikel in Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Sein demnächst erscheinendes Buch, das auf die Ergebnisse seiner Doktorarbeit beruht, analysiert den historischen Wandel der queeren Repräsentationen in der türkischen und deutschen Boulevardpresse.

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Aktuell 02. April 2017, 18.30h

Queer Kitchen: Reih' dich ein in die queere Einheitsfront?

Nach den Erfolgen rechter Bewegungen in den USA, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und der AfD in Deutschland rufen Akteur_innen in lesbischen und schwulen Zusammenhängen vermehrt zu Geschlossenheit auf, um effektiv gegen den Backlash vorzugehen. Dies wird häufig mit der Kritik verknüpft, Teile der Bewegung würden lieber spalten, indem sie mit Rassismus- und Transphobie-Vorwürfen um sich werfen, Sprechverbote verhängen und überhaupt die Political Correctness übertreiben anstatt die wirklichen Gegner_innen zu bekämpfen.

Wir laden zu einem offenen Austausch ein, um darüber zu diskutieren, worum es in diesen Auseinandersetzungen eigentlich geht und warum die Rhetorik der Geschlossenheit gerade jetzt Konjunktur hat. Erinnert das nicht irgendwie an das altbekannte Muster, die Anliegen marginalisierter Gruppen als "Nebenwiderspruch" zu disqualifizieren, ganz so wie einst die linken Männer Feministinnen in ihre Schranken zu weisen suchten? Wird die Kritik an Ungleichheiten und Machtverhältnissen in unseren Zusammenhängen inhaltlich weniger berechtigt und diskussionswürdig, weil die Form und Tonalität, in der sie manchmal artikuliert wird, durchaus auch problematisiert werden kann? Und schließlich: Wie könnten politische Bündnisse aussehen, die den Kampf gegen Diskriminierung in der Mehrheitsgesellschaft mit dem Kampf gegen Diskriminierung in unseren eigenen Reihen verbinden anstatt diese Kämpfe gegeneinander auszuspielen?

Event auf Facebook | Eintritt frei

Aktuell 20. April 2017, 20.00h

Thomas Manns „Der Erwählte“ – eine heteronormativitätskritische Lektüre

Hartmann von Aues Verserzählung Gregorius, die von der Verstrickung ihres Protagonisten in einen doppelten Inzest berichtet, kann man um die Mitte des 20. Jahrhunderts kaum anders als psychoanalytisch lesen. Thomas Mann tut dies in seiner Gregorius-Adaption Der Erwählte denn auch genussvoll. Der Vortrag unternimmt es, diesen Erzähl-Weg anhand zentraler psychoanalytischer Begriffe (Kastrationskomplex, Urszene, Partialtrieb, Ödipuskomplex u.a.) zu rekonstruieren. An seinem Ende, so die These des Literaturwissenschaftlers Benedikt Wolf (Foto), formuliert dieses Erzählen Thomas Manns in Grigorß’ Erwählung ein Erlösungsbedürfnis aus, das in einen polymorph-perversen Möglichkeitsraum strebt, der die heteronormative Geschlechterbinarität tendenziell überschreitet.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Thomas Mann Gesellschaft.