Führung 01. Februar 2012, 19.00h

Kurator_innenführung: Pier Paolo Pasolini - Hommage zum 90. Geburtstag

Die Ausstellung präsentiert das literarische und das filmische Werk, schlägt Blickachsen in Pasolinis künstlerische Produktionsweisen, verbindet das Werk mit der Biographie. Kurze Zitate von Zeitgenossen erweitern und ergänzen das Bild Pasolinis. Vorgestellt wird der Drehbuchautor Pasolini, der sowohl für prominente als auch für heute vergessene Regisseure arbeitete.
Im Rahmen des regelmäßigen Begleitprogramms zur Ausstellung führt der Kurator Wolfgang Theis durch die Ausstellung. Dabei begleitet ihn als sachkundiger Gesprächspartner der Filmhistoriker und ehemalige Direktor des Filmmuseums Hans Helmut Prinzler.

Lesung 01. Februar 2012, 19.00h

Harry Raymon liest aus Einmal Exil und zurück

Harry Raymon ist Schauspieler, Synchron­sprecher, Regisseur und Autor - mit jüdischen Wurzeln. Und homosexuell. Eine Ausstellung im Schwulen Museum würdigt seine Biographie zwischen Exil, Kriegseinsatz als Soldat der US-Army und kreativem Künstlerdasein im Nachkriegsdeutschland.
An diesem Abend liest Harry Raymon aus seinem autobiographischen Roman Einmal Exil und zurück.

Lesung 08. März 2012, 19.00h

Insa Eschebach: HOMOPHOBIE und DEVIANZ

Den Nationalsozialisten galt Homosexualität als „Volksseuche“, die sie mit einer eigenen Einrichtung, der Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung, zu eliminieren suchten. Gemeint war nur die männliche Homosexualität. Etwa 50.000 Männer sind im Dritten Reich wegen Verstoßes gegen § 175 verurteilt worden. Zwar wurde weibliche Homo­sexualität nicht strafrechtlich verfolgt, sie konnte aber als „Asozialität“ stigmatisiert werden und damit die Überführung in ein Konzen­trationslager bedeuten. Der Band versammelt Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung homo­sexueller Männer und Frauen und befasst sich mit homophoben Strategien der Diskrimi­nierung in den Konzentrationslagern. Weitere Themen sind die Erinnerungsgeschichte seit 1945 und die Kontroversen um die Praxis des Gedenkens.

Lesung 16. April 2012, 19.00h

Eberhard Weißbarth: Hildegard Knef - Zwischen gestern und heute

Schauspieler und Filmemacher Eberhard Weißbarth realisierte im Jahr 1990 unter dem Titel Hildegard Knef - zwischen gestern und heute eine Fernsehdokumentation, die die ARD anlässlich des 65. Geburtstages der Schauspielerin in Auftrag gegeben hatte. Über die interessante Begegnung und die nicht unkompli­zierten Dreharbeiten mit der launischen, aber dennoch profes­sionellen Filmdiva hat Weißbarth nun ein Buch geschrieben – liebevoll-humorig mit viel Berliner Witz. Aus diesem Buch liest Eberhard Weißbarth heute bei uns im Schwulen Museum, illustriert mit Ausschnitten aus seiner Dokumentation.

Event 19. April 2012, 20.00h

Filmvorführung und Diskussion: Sisterhood

Die feministische Aktivistin, Journalistin und Filmemacherin Marit Östberg zog vor etwas über drei Jahren von Stockholm nach Berlin und drehte hier ihren ersten Pornofilm. Seit ihrem Debut hat sie verschiedene queer-feministische Pornos produziert und an Pornofilmproduktionen mitgewirkt, die weltweit auf Festivals gezeigt und diskutiert wurden. Der Film Sisterhood dokumentiert Gespräche mit Frauen, die vor und hinter der Kamera an Marit Östbergs queeren Pornofilmen mitgearbeitet haben. Sie sprechen über ihre Motivation und über ihre Erfahrungen und diskutieren das queer-feministische Potential des Genres.

Lesung 17. Mai 2012, 19.00h

Eulenburgereien

Der Skandal um Fürst Eulenburg, den besten Freund und zeitweise wichtigsten Berater Kaiser Wilhelms II., erschütterte seit 1906 die Monarchie. Anhand zahlreicher Quellen, darunter rund 5000 Presseartikel, geht Norman Domeier in seinem Buch Der Eulenburg-Skandal: eine politische Kulturgeschichte des Kaiserreichs dem Skandal nach. Seine These ist, dass es weniger um die Homosexualität des Fürsten ging: Der Eulenburg-Skandal war vor allem die Initialzündung für eine moderne, kritische Öffentlichkeit in Deutschland.

Führung 20. Mai 2012, 15.00h

Museumstag: Führung durch die Dauerausstellung

Dr. Jens Dobler (Archivleiter Schwules Museum) führt durch die Dauerausstellung im Rahmen des Internationalen Museumstags.

Event 24. Mai 2012

Film Screening:Illusion mit rotem Regenschirm

Filmscreening - Illusion mit rotem Regenschirm von Miklos Königer (D 1991/92) mit Vorfilm Herr Kio von Florian Gottschick (D 2009)

Lecture 19. Juli 2012, 19.00h

Aufklärung und Aufregung - 50 Jahre Schwule und Lesben in der BRAVO

Die BRAVO – im Jahr 1956 erstmals erschienen – ist heute weder aus der Mediengeschichte noch aus der der populären Jugendkultur Westdeutschlands wegzudenken. Wie aber ging diese Zeitschrift, deren Lektüre für so viele Jugendliche prägend war, mit dem Thema Homosexualität um? Fanden sich Lesben und Schwule im Heft wieder? War es auch für sie gemacht? Erwin In het Panhuis untersuchte fünf Jahrzehnte Homo-Berichterstattung in BRAVO.

Event 02. August 2012, 19.00h

An die Freundinnen - LGBT in Russland seit 1990

Petra Gall dokumentierte nicht nur den Berliner Underground der 1980er Jahre, sondern unter Anderem auch den ersten CSD in St. Petersburg 1992. Dort traf sie auch auf die russische Filmemacherin und Autorin Natalja Sharandak. Diese drehte 1992/93 die Dokumentation an die freundinnen, die erste und immer noch einzige Dokumentation über Lebenswege lesbischer Frauen in der ehemaligen Sowjetunion. Der Film zeigt sechs sehr persönliche Interview-Portraits von Frauen, die zum großen Teil in der Brezhnev-Ära aufgewachsen sind und ihr Coming-out hatten. Anschließend an das Filmscreening findet ein Podiumsgespräch mit der Filmemacherin und dem russischen LGBT Aktivisten Konstantin Sherstuk statt.

Event 16. August 2012, 18.00h

Eröffnung der Ausstellung Trans*_Homo

Das Ausstellungsprojekt Trans*_Homo agiert an der Schnittstelle von Trans*identität und Homosexualität. Internationale künstlerische Arbeiten aus Trans*Perspektive treten in einen Dialog mit historischen und aktivistischen Dokumenten. Sie werfen Schlaglichter auf Trans* identitäten und deren Beziehungen und Konflikte mit schwulen und lesbischen Szenen.
Ergänzt werden die künstlerischen Arbeiten durch Beiträge und Objekte zu historischen Zusammenhängen und Diskriminierungen in Gesetzgebung und Sexualwissenschaft.

Lecture 17. August 2012, 19.00h

My Corpus Queer: Bodies in Resistance

Lecture 18. August 2012, 18.00h

Artist Talk mit Eddie Gesso (USA)

Event 25. August 2012, 18.00h

Lange Nacht der Museen: Spoken Word

Spoken Word Performances von Jayrôme C. Robinet, Katinka Kraft, Paula Varjack & Führungen durch die Ausstellung Trans*_Homo

Führung 29. August 2012

Kurator_innenführung durch die Ausstellungen

Event 01. September 2012, 13.00h

queere sprachwiderstände - realität oder utopie?

Workshop mit Persson Perry Baumgartinger (A) und Vlatka Frketic (A) im Rahmen der Ausstellung Trans*_Homo

Event 04. Oktober 2012 - 07. Oktober 2012

Filmprogramm im Rahmen der Ausstellung Trans*_Homo

Was geschieht mit den Kategorien sexueller Identität, wie schwul oder lesbisch, wenn Geschlechterkategorien wie männlich und weiblich nicht mehr klar zuzuordnen sind? Die gezeigten Filme greifen eben solche zentralen Fragestellungen der Ausstellung auf und beleuchten sie noch einmal aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Die Vielfalt der Werke präsentiert einen Querschnitt durch die Trans* Community, von Trans* Aktivismus bis hin zu trans*selbstverständlich gelebten Alltag.

Lesung 17. Oktober 2012, 19.00h

Tania Witte: leben nebenbei

Tania Witte lebt und schreibt in Berlin. Die quirling-queere Schriftstellerin, Journalistin und Spoken-Word-Performerin veröffentlichte 2011 den Roman beziehungsweise liebe und publizierte Texte in diversen Anthologien. Um der Stille des Schreibens etwas entgegenzusetzen, gründete sie 2008 mit anderen Künstlerinnen „Shut Up And Speak“, die Berliner Spoken-Word-Bühne für Frauen und Trans*. leben nebenbei ist ihr zweiter Roman.

Lecture 24. Oktober 2012, 20.00h

Sexing the transmen – Buck Angel in Berlin

Buck Angel ist ein profilierter TransPorn-Filmemacher, eine LGBTQ Popkultur-Ikone und ein FTM (FemaletoMale) Filmstar. Nach über einer Dekade als Akteur in der Sex-Industrie und Performer in eindrücklichen und witzigen Filmen wie Buckback Mountain widmet er sich jetzt stärker informierenden Workshops und Lesungen.
An diesem Abend zeigt Buck Angel Ausschnitte aus seinem neuen Dokumentarfilm Sexing the transmen, in dem er unter Anderem Veränderungen der Sexualität von Transmännern thematisiert und demonstriert. Anschließend berichtet Buck aus seinem aufregenden und hindernisreichen Leben und stellt sich Fragen aus dem Publikum.