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Ost-Berlins Coming Out: Erkämpfte Räume im Umbruch

18. Dezember 2020 – 15. März 2021

Ost-Berlins Coming Out. Erkämpfte Räume im Umbruch

Vernissage: 17. Dezember, 19 Uhr (mit Anmeldung)

Schwule, Lesben, Trans* und bisexuelle Menschen in der DDR organisierten sich verstärkt ab Anfang der 1980er Jahre. Sie forderten eigene Räume, kämpften für Anerkennung und Teilhabe und setzten sich für ihre Rechte ein. Dabei war gerade die Szene in Ost-Berlin vielfältig: mal feierten Schwule, Lesben, Trans* und Bisexuelle gemeinsam, mal getrennt; es gab Wandergruppen genauso wie Künstler*innenkollektive. Auch die politischen Positionen zur DDR und später zu den politischen Veränderungen ab 1989/90 gingen stark auseinander. Die Menschen trafen sich in oppositionellen Kirchengemeinden, vereinzelten Clubhäusern und sie willkommen heißenden Kneipen – oder, in Ermangelung solcher Freiräume, in ihren Wohnzimmern.

In den 1990ern verschwanden die meisten dieser Orte und oft auch die Gruppen, die sie erkämpft hatten. Die Ausstellung „Ost-Berlins Coming Out“ macht sie erneut sichtbar. Sie zeigt DDR-Geschichte einmal anders: es geht um Lesben und Schwule in der Kirche, transsexuelle Gesprächskreise, Bart-Gruppen und vieles mehr.

Kuratiert von Lotte Thaa und Birga U. Meyer.

Caption Foto:
Auftrittsutensilien der Kabarettgruppe „Hibaré“, die ab den 1970ern das Ost-Berliner Publikum begeisterte.
©SMU

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur