Tief in Mahlsdorf befindet sich nur wenige hunderte Meter vom Rande der Stadt und verborgen hinter einer Mauer das Gründerzeitmuseum. Gefüllt mit Musikmaschinen und Einrichtungen aus der Gründerzeit verbirgt es im Keller das Mobiliar einer der Mulakritze – einer der ältesten queeren Bars Berlins oder zumindest dessen, was wir heute als „queere“ Bar bezeichnen würden. Als die Bar kurz vor ihrem Abriss steht, fährt eine Frau in einem alten Transporter vor und rettet das Mobiliar im letzten Augenblick. Ihr Name ist Charlotte von Mahlsdorf. Und sie offenbart genau wie ihr Museum mit jedem weiteren Blick neue Geheimnisse, die ein Bild einer Person zeigen, die als eine der bedeutendsten trans* Aktivistinnen der deutschen Geschichte bezeichnet werden kann.
Gemeinsam mit Felicia Rolletschke tauchen wir in der Ausstellung Love at First Fight in ein Leben gezeichnet von Widerständen, von unbeugsamer Selbstbestimmung, von Ausdruck und von Leidenschaft ein. In die faszinierende Welt der Charlotte von Mahlsdorf!
Das Event ist kostenlos, gezahlt werden muss nur der Eintritt ins Museum selbst. Ein Ausstellungsgespräch auf deutscher Lautsprache.
Bild: Charlotte von Mahlsdorf 1991, fotografiert von Rolf Fischer