Im Rahmen der Ausstellung „Cruising the Countryside – Queeres Leben auf dem Land“ sprechen Klaus-Dieter Begemann und Collin Klugbauer über schwulen Aktivismus der frühen 1980er Jahre in Osnabrück.
Mittlerweile ist sie das universelle Symbol für LSBTIQ* Aktivismus geworden: Die Regenbogen-Fahne! 1978 von Gilbert Baker in San Francisco für den Gay Freedom Day entworfen, hat sie einige Transformationen durchlaufen. Das ist die allgemein bekannte Geschichte. Wie das Symbol in die Bundesrepublik kam, dürften aber nur wenige wissen. Die erste Fahne weht 1983 in Osnabrück. Entworfen hat sie Klaus-Dieter Begemann, genäht wurde sie von Renate Gieskemeyer. Klaus-Dieter Begemann war Teil der „Aktionsgruppe Homosexualität Osnabrück“ (AHO), diese nutzte das queere Symbol auf ihrem Festival „Schwüle Nächte“ und auf Demonstrationen. Aktuell weht sie in der Ausstellung „Cruising the Countryside. Queeres Leben auf dem Land“. Im Gespräch mit Klaus-Dieter Begemann wollen wir zu ihren Anfängen zurück und genauer wissen, wie es das aus San Francisco kommende Symbol in den Aktivismus der Bundesrepublik schaffte. Wir wollen darüber sprechen, was es mit dem zusätzlichen pinken Streifen auf sich hat, wie sie in Osnabrück zum Einsatz kam und welche Symbole die Schwulenbewegung dieser Zeit geprägt haben. Gefragt wird auch, wie queerer Aktivismus in Städten wie Osnabrück um Gruppen wie die „Aktionsgruppe Homosexualität Osnabrück“ (AHO) aussah und was ihn vom Aktivismus in den Metropolen unterscheidet.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.
Referent*innen:
Klaus-Dieter Begemann – 1954* in Bad Bentheim geboren, 1981 hat er das Staatsexamen Kunst an der Uni Osnabrück gemacht. Er war Aktivist der Aktionsgruppe Homosexualität Osnabrück (AHO) und bis zum Umzug 1984 nach Hamburg dort aktiv. In Hamburg war er lange Jahre im Magnus-Hirschfeld-Centrum aktiv.
Collin Klugbauer ist Kurator*in der Ausstellung „Cruising the Countryside. Queeres Leben auf dem Land“. Collin leitet das Ausstellungsmanagement im Schwulen Museum.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist kostenlos, bezahlt werden muss nur der Eintritt ins Schwule Museum selbst.