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Daphne – Lesben Kunst Salon: Kerstin Honeit und Noemi Yoko Molitor

6. Juli 2018 18:30

Wir laden zum Daphne – Lesben Kunst Salon ein, um in Artist Talks, Vorträgen und Performances die Ausstellung Lesbisches Sehen zu reflektieren. Im Salon wollen wir in lockerer Atmosphäre über „lesbische“ Sujets, Frauen* in der Kunst und Kunstgeschichte, die Darstellung von queerer Sexualität aus nicht-heteronormativer Perspektive und die Möglichkeit eines anderen feministischen Blicks auf Weiblichkeit_en und Körper, diskutieren.

Im Juli geht die Reihe weiter mit einem Artist Talk mit den Künstlerinnen Kerstin Honeit und Noemi Yoko Molitor. Sie sprechen darüber, welche Perspektiven ihre Arbeiten in der Ausstellung eröffnen und wie sie ihre Arbeit im aktuellen Diskurs über queere Kunst situieren.

Kerstin Honeit wurde in Berlin geboren, wo sie immer noch lebt und arbeitet. Sie studierte Bildende Kunst und Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Seit 2014 unterrichtet Honeit gemeinsam mit Bjørn Melhus im Fachbereich Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. In ihrer künstlerischen Forschung untersucht sie in Form von Videoarbeiten, Performances und Installationen die Produktion hegemonialer Bilderwelten in den Medien der Informationsgesellschaft und Popkultur, um an den Schnittstellen zwischen Repräsentation und Rezeption mit Fragestellungen zur Konstruktion gesellschaftlicher Normative zu intervenieren.

Noemi Yoko Molitor, M. A., lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Gender Studies und der uropäischen Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Cornell University in Ithaca, NY. Zu Molitors Maltechniken gehören Acrylfarbe, das digitale Farbspektrum und Pigmentdruckverfahren. Für ihre Serie Found Paintings reizt Molitor die digitale Farbsättigung von Fotografien verschiedener Oberflächen soweit aus, dass abstrakte Gemälde aus ihnen hervortreten. Molitor hat das Ergebnis dieses Vorgangs bereits beim Fotografieren im Blick. Die in der Ausstellung Lesbisches Sehen gezeigte Arbeit Hulk rocks red bildet ein Cross-over zu ihrem Projekt How to Bring Yourself Up Gay, für das sie Kindheitsfotografien, die im Nachhinein bereits einen queeren Lebensweg andeuten, in Privatarchiven ausfindig macht und bearbeitet.

In ihrem Dissertationsprojekt Chrononauts in Chromotopia an der Emory University, Atlanta, USA, forscht sie zu Immersion, queerer Abstraktion und zur Sexualität der Malerei. Molitor schreibt zu zeitgenössischer Kunst und queerem Film, u. a. für CURA, Sleek, Missy, Sissy und die taz. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen Ausstellungen gezeigt, darunter Queer: Post-sexual – The Box Re-examined, 15. FRINGE! Queer Film and Arts Festival, London, 2015; Deep Trash from Outer Space von CUNTemporary, Bethnel Green Working Men’s Club, London, 2016 und Queer Arts Festival, Vancouver, Kanada, 2016.