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Deutsche Kinemathek: Tanten, Tunten, kesse Väter. Wolfgang Theis macht großes Kino im Schwulen Museum

12. Juni 2026 19:00

Ort: Deutsche Kinemathek (Halle), Mauerstraße 79, 10117 Berlin

Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. In deutscher Lautsprache.

Wolfgang Theis ist Gründungsmitglied des Schwulen Museums, Filmwissenschaftler und Ausstellungsmacher. Als Student arbeitete er als Aufsicht im Berlin Museum und realisierte dort in den Jahren 1982 bis 1984 mit Andreas Sternweiler und Manfred Baumgardt die Ausstellung »Eldorado: über die Geschichte und Kultur homosexueller Frauen und Männer in Berlin«. Aus der Fortführung dieses Projekts entstand 1985 das Schwule Museum. Wolfgang Theis kuratierte laut eigener Aussage zwischen 80 und 90 Ausstellungen im Schwulen Museum, darunter die Ausstellung »Goodbye to Berlin? 100 Jahre Schwulenbewegung« sowie Hommagen an Marlene Dietrich, Jean Genet oder Rosa von Praunheim. Über 30 Jahre leitete Wolfgang Theis zudem das Fotoarchiv der Deutschen Kinemathek.

Im Rahmen der Ausstellung „Inventing Queer Cinema“ in der Deutschen Kinemathek sprechen Wolfgang Theis, Vorständin Birgit Bosold und Archivmitarbeiter Romain Pinteaux über Filmarchivalien und Filmausstellungen im Schwulen Museum. Denn lange bevor die Kinemathek selbst mit einem queeren Blick die eigenen Bestände durchsah, kuratierte Theis zwischen 1988 und 2020 dort 25 Ausstellungen zum Queeren Kino. 2007 hieß es im Text zu seiner Ausstellung „Nobody is perfect – Filmidole von Lesben und Schwulen“ über die besondere Affinität vieler Queers zum Kino: „Eigentlich ist Clark Gable zu schnulzig, Sigourney Weaver eine miese Schauspielerin, Jean-Claude van Damme wahrscheinlich homophob und Jodie Foster bis heute nicht out – niemand ist perfekt, am wenigstens unsere Idole. Aber schließlich gehen wir ins Kino, um uns eine andere Welt vorgaukeln zu lassen.“

Moderation: Toby Ashraf

Eine Kooperation von Deutsche Kinemathek und Schwules Museum

Foto (c) Alica Bonauer (2019), Archiv Schwules Museum