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Intimacy – Intimität in Zeiten von Covid-19

11. Mai 2021 18:00

Kostenloser Online-Workshop

Begegnungen von und zwischen Schwulen, Lesben, Trans* und Inter* Personen entwickeln außerhalb der heterosexuellen Norm ihre eigene Formen von Intimität. So verhandeln LSBTIQ* Personen immer wieder die Frage, wie sie Intimität (er)leben wollen: ob als öffentlicher Sex, polyarmourös, in Partner*innenschaften oder auch in romantischen Freund*innenschaften. Dabei können Beziehungsformen wie das Paar, die Ehe und Familie neu verhandelt oder gar für flüchtige Formen sex-positiver, queerer Intimität komplett über Bord geworfen werden.

In den letzten Jahren formen soziale Netzwerke und digitale Dating-Plattformen zunehmend queere Intimitäten oder ersetzen sie sogar gelegentlich. Manche dieser Kommunikationsformen wie das Sexting ermöglichen es sogar, sexuelle Intimität in Corona-Zeit zu leben. Derartige vielschichtige Formen queerer Intimität möchten wir anhand zeitgenössischer Kunstwerke aus der bisher bloß online erfahrbaren Ausstellung Intimacy – New Queer Art from Berlin and Beyond greifbar(er) machen.

Im Workshop nähern wir uns der Frage, was Intimität bedeuten kann, wenn wir sie nicht mit Privatheit und Sexualität gleichsetzen. Was heißt Intimität in den Zeiten der Corona-Pandemie und wie hat sich das Erleben von intimen Momenten seit Covid-19 verändert? Dieser Workshop ist eine Einladung, aus der sicheren und virusfreien Distanz heraus über Intimität während der Corona-Pandemie zu sprechen.

Der Workshop richtet sich an Erwachsene und setzt kein Vorwissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt voraus. In interaktiven Einheiten erhalten die Teilnehmenden Input von den Referent*innen und haben die Möglichkeiten zum Austausch. Wir sprechen zusammen über ausgewählte Kunstwerke der Ausstellung Intimacy und bieten Raum für eigene, offene Fragen in einer wertschätzenden Atmosphäre.

Referent*innen

Justus Heitzelmann ist Literatur- und Kultur-wissenschaftler mit Interesse an künstlerischen Zeugnissen von HIV/Aids, Mental Health und queerer Identität, sowie Architekturgeschichte und Stadtentwicklung.
Frede Macioszek ist Volontär*in im Schwulen Museum und hat vor Corona-Zeiten Hate Slams zu Homo-, Trans*- und Interfeindlichkeit im Netz organisiert.

Der Workshop dauert 2 Stunden und findet über die online Plattform Zoom statt.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich per Mail unter fuehrungen@schwulesmuseum.de an und schreiben uns bei der Anmeldung einen Satz, warum Sie gerne teilnehmen möchten. Die Anmeldebestätigung und den Link erhalten sie einige Tage vor dem Workshop per Mail. Gruppenanmeldungen sind für diesen Termin nicht möglich.

Ein kostenloses Angebot des Schwulen Museums in deutscher Lautsprache. Spenden sind jederzeit herzlich willkommen – bitte das Kennwort „Workshop” als Verwendungszweck eintragen:
https://www.schwulesmuseum.de/unterstuetzen/

Coverbild: Kerstin Drechsel – o. T. aus der Serie if you close the door (2010), Öl und Bleistift auf Nessel. Foto: SMU