Marian Wild u.a.
Einhorn, Leder, Sternenstaub
Blicke ins Universum der Queerkultur
Buchvorstellung: Donnerstag, 29. Januar, 20:30 Uhr
Ort: Buchladen Eisenherz, Motzstraße 23, 10777 Berlin
Eintritt: 5,- € an der Abendkasse
Mit Autor & Herausgeber Marian Wild, moderiert von Jan Künemund
Das Universum queerer Kultur ist so bunt und vielfältig wie die Menschheit selbst. Und die Geschichte der Menschen, die sich als queer verstehen, reicht weiter zurück, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Denn Schwule, Lesben, Trans* und Inter, aber auch nichtbinäre Personen und viele weitere LGBTIQ* Identitätsentwürfe gab es – gerade in der Kunst – schon lange, bevor dafür Begriffe gefunden wurden.
Marian Wild erforscht Geschichte und Erscheinungsformen queerer Kunst und Kultur, erklärt Schlüsselereignisse und stellt relevante Vertreter*innen der queeren Gemeinschaft vor. Als roter Faden dienen Werke der Bildenden Kunst, des Films und der Musik, die von queeren Künstler*innen geschaffen wurden, sich mit queeren Aspekten beschäftigen oder eine mögliche queere Lesart beinhalten. Neben Werken international bekannter Künstlerinnen und Künstler wie General Idea, Gilbert & George, Hannah Höch, Rebecca Horn, Marc Quinn, Man Ray, Martha Rosler, Rosemarie Trockel und Andy Warhol sind auch einige bisher noch weniger bekannte Kunstschaffende zu entdecken.
Mit Textbeiträgen und in Interviews erhalten zahlreiche Persönlichkeiten und Mitstreiter*innen der queeren Community eine Stimme – die insgesamt 25 Gastautor*innen befassen sich u. a. mit der Rolle lesbischer Frauen in der Kunstgeschichte, mit der Entstehung nichtbinärer Comic-Held*innen oder der Konzeption queerer Denkmäler.
Dieses Buch entführt die Leser*innen – ob sie selbst Teil der queeren Community sind oder thematisches Neuland betreten – in das spannende Universum queerer Kunst und Kultur und beleuchtet dessen kreativen Impact auf unsere Gesellschaft.
Marian Wild wurde 1982 in Nürnberg geboren und ist promovierter Kunsthistoriker, Kurator, Autor, Journalist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für moderne Kunst, Nürnberg. Neben der Queerkultur sind seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte die Architektur des Bauhaus, japanische Ästhetik, das Phänomen des Künstler*innenkollektivs sowie Kunst-, Design und Medientheorie. Veröffentlichungen (Auswahl): Meine Zelle war ein großer Garten – Der Fall der türkischen Ärztin und Kommunistin Banu Büyükavci (2023); inges idee – Kunst im öffentlichen Raum / Art in public space (2024).