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Pressebereich: TRIAL and ERROR

21. November 2019

TRANSforming health and justice

Eröffnung: 21.11.2019, 19 Uhr
Ausstellung: 22.11.2019-31.01.2020

In Trial and ErrorTRANSforming health and justice setzen sich Giegold & Weiß in zwei multimedialen Installationen mit der Gesundheitsvorsorge, Sexualaufklärung und den Persönlichkeitsrechten von Trans*personen auseinander. Während die Arbeit Genitals on Trial gesellschaftliche Normvorstellungen und Fragen der persönlichen Intimsphäre diskutiert, stehen in der neuen Arbeit des Duos FtM vs HIV biopolitische Machstrukturen und Diskriminierungen, denen spezifisch FtM (Female to Male) und non-binary Trans* ausgesetzt sind, im Fokus. Erweitert durch partizipative Performances versucht Trial and Error spielerische Metaphern für gewaltvolle Zustände zu finden und Trans*-Normalitäten erfahrbar zu machen.

Die Ausstellung wird von Sylvia Sadzinski kuratiert und ist vom 22. November 2019 bis zum 31. Januar 2020 im Schwulen Museum zu sehen. Die Vernissage und das Live-Event Genitals on Trial finden am 21. November 2019 bei freiem Eintritt statt.

 

Artist Statement

Was ist normal? Wer ist normal? Gibt es Bilder der Normalität? An welchen Orten richtet sich Normalität gegen uns? Normalität ist kontinuierlicher Veränderung unterworfen – kann die Normalität einzelner Menschen sich verändern oder ist sie ein fester Wert? Wo wird Normalität geschaffen und reproduziert? Gibt es – dokumentierende? – Bilder der Normalität?

“No image belongs to the territory of documentary or fiction” Dias & Riedweg.

Interpretationen und Übersetzungen sind künstlerisches Mittel und gleichzeitig ein Thema der Kunst von Giegold & Weiß. Die Übersetzung von gesprochener zu Gebärdensprache oder die zeichnerische Interpretation einer Beschreibung. Wie durch ein Sprachrohr lassen Giegold & Weiß in ihren künstlerischen Installationen unterschiedlichste Stimmen sprechen. Ihre partizipativen Ausstellungsformate haben ein einzigartiges Moment der Kommunikation, in welchem Besucher*innen Themen auf einer intuitiven Ebene begegnen dürfen.

Menschen und Körper die wir täglich sehen, mit denen wir arbeiten, die wir lieben, die uns gleichsam an- und abstoßen, die uns verwirren sind ein weiterer Schwerpunkt ihrer Kunst. Dieses Spannungsfeld von Gleichheit und Differenz öffnet den Raum für explosive künstlerische Fragestellungen. Als Duo bereiteten sie Alltagsthemen so auf, dass neue Sichtweisen und neue Bilder jenseits vorgefertigter Meinungen entstehen.

https://www.giegold-weiss.de/

 

Pressefotos

 

Biografien

Alex Giegold (*1978) arbeitet als freie Fotografin und Künstlerin in Berlin. Sie beschäftigt sich systematisch mit Phänomenen gesellschaftlicher Normierung. Ihre Arbeiten hinterfragen die Machtstrukturen von Blickkultur. Ihre Fotografien erscheinen in zahlreichen queeren Medien. Sie hat als Einzelkünstlerin und in Kooperationen an diversen Ausstellungen mitgewirkt.

www.alexgiegold.com

 

Tomka Weiß arbeitet als Künstler und Aktivist mit Performances, multimedialen Installationen und visuellen Medien. Im Fokus seiner künstlerischen Arbeit stehen Gender- und Körperpolitiken. Er interessiert sich für „Normalität“, das „Unnormale“ sowie deren Ausnahmen, Leerflächen und Assoziationen. Weiß ist Absolvent der Hochschule für Künste Bremen (Klasse Yuji Takeoka) und der Cimdata Medienakademie Berlin. Neben den „Sissy Boyz“ und „Ärzten ohne Ängste“ performt er mit „Pump!“ und schrieb mit SV DAMENKRAFT und der Musikerin Gustav die Burlesque „Orlanding the Dominant“. Als Einzelkünstler und in verschiedenen Kooperationen hat er an zahlreichen Ausstellungen und Publikationen mitgearbeitet.