burger Button

bildung

Führungen

 

Öffentliche Führungen

Jeden Donnerstag um 18 Uhr und Samstag um 16 Uhr finden öffentliche Führungen durch die Ausstellungen statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Des weiteren bieten wir Kurator*innenführungen und Führungen in DGS an. Sie finden alle Termine hier.

Gebuchte Führungen

Gerne können Sie für Ihre Gruppe eine private Führung buchen.

Kosten für eine einstündige Führung: 50 € deutsch, 60 € englisch + Eintritt
Ab 01.01.2023 kosten alle einstündigen Führungen 70 € + Eintritt

Führungen durch die Ausstellungen können per Mail an fuehrungen@schwulesmuseum.de gebucht werden. Bitte senden Sie uns:
Ihr Wunschdatum und Uhrzeit innerhalb der Öffnungszeiten, Gruppengröße, Ausstellung, Sprache (dt./engl./DGS) und eine kurze Beschreibung ihrer Gruppe (Betriebsausflug, Schulklasse und Jahrgangsstufe, Verein). Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Diese Regelung gilt auch für Schulklassen.

Gerne bieten wir Ihnen eine Führung in DGS oder in deutscher Lautsprache mit DGS-Verdolmetschung an. Die Kosten für die Dolmetscher*innen werden vom Museum übernommen, es muss nur die Führungsgebühr und der Eintritt bezahlt werden. Bitte fragen Sie möglichst frühzeitig an.

Workshops

Unsere Online-Workshops für Erwachsene und Multiplikator*innen finden Sie unten.

Online-Workshop I

Trans*Inter* Basisworkshop

Das „LSB“ in „LSBTI*“ ist durch die mediale Präsenz der Schwulen- und Lesbenbewegung mittlerweile in der Mehrheitsgesellschaft angekommen – mit den Begriffen Trans* und Inter* dagegen sind viele Menschen oft nur wenig in Berührung gekommen, den meisten fehlt es an Wissen. 

Dieser Online-Workshop will das ändern und setzt konsequent das „TI*“ ins Zentrum: Er berichtet aus der Perspektive von Aktivist*innen von den bewegungsgeschichtlichen Kämpfen der letzten Jahrzehnte und informiert über aktuelle gesellschaftspolitische Debatten, etwa die Diskussion über die Änderung des Personenstandsgesetzes. Besonders wichtig ist dabei das Aufzeigen von diskriminierenden Hintergründen und Praxen in Medizin und Gesellschaft. Der Workshop gibt damit einen Überblick über trans* und inter* Debatten und zeigt, warum auch 2021 noch auf vielen Ebenen um geschlechtliche und körperliche Selbstbestimmung gekämpft werden muss.

Der Workshop richtet sich an Erwachsene und setzt kein Vorwissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt voraus. In interaktiven, anschaulich gestalteten Einheiten bekommen Teilnehmende einerseits Input, aber haben auch die Möglichkeit zum Austausch: Offene Fragen können in einer wertschätzenden Atmosphäre diskutiert werden. Der Workshop ist geeignet für Gruppen bis 25 Personen, die sich für ihre Arbeit in der Bildung, Kultur oder im Privaten sensibilisieren und weiterbilden möchten.

Referent*innen:

Luan Pertl ist Inter* Aktivist*in in Österreich und Deutschland mit den Schwerpunkten Bildungsarbeit und Peerberatung.
Felicia Rolletschke ist freiberufliche Workshoptrainerin, Rednerin, Bloggerin und Trans*aktivistin aus Berlin.

Ein Angebot des Schwulen Museum Berlin
Der Workshop dauert 4 Stunden und findet auf der online Plattform Zoom statt.
Kosten: 700 Euro für Gruppen bis 25 Teilnehmer*innen

Buchung: bitte per Mail an fuehrungen@schwulesmuseum.de

Headerbild: „Die Schichten der geschlechtlichen Kleidung“, Josch Hoenes und Tomka Weiß, Tusche & Backlit Folie, 2013 – 2020; Foto: L* Reiter

Online-Workshop II

Love at First Fight! – LSBTIQ* Bewegungen: Basisworkshop

50 Jahre LSBTIQ* Bewegungen in der BRD und DDR: der Workshop gibt einen Einblick in die Kämpfe um sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung seit den 1970er Jahren. Es geht um das feministische Wirken der Lesben in der Kirche in Ostberlin, um Gedenkpolitik für die lesbischen Opfer des Nationalsozialismus, die Auswirkungen der Aidskrise auf die schwule Emanzipationsbewegung und die Forderungen nach Selbstbestimmung im trans* und inter* Aktivismus. Mit einem intersektionaler Blick wird gefragt, welche Queers von rechtlichen Errungenschaften profitieren und welche Ausschlüsse auch innerhalb von Szenen wirksam werden. Anhand historischer Schlaglichter der LSBTIQ* Geschichte wird damit eine Einführung in queere Themen gegeben und mit der eigenen Praxis verbunden.

Der Workshop richtet sich an Erwachsene und setzt kein Vorwissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt voraus. In interaktiven, anschaulich gestalteten Einheiten bekommen Teilnehmende einerseits Input, aber haben auch die Möglichkeit zum Austausch: Offene Fragen können in einer wertschätzenden Atmosphäre diskutiert werden. Der Workshop ist geeignet für Gruppen bis 25 Personen, die sich für ihre Arbeit in der Bildung, Kultur oder im Privaten sensibilisieren und weiterbilden möchten.

Ein Angebot des Schwulen Museum Berlin
Der Workshop dauert 2 Stunden und findet über die online Plattform Zoom statt.

Der Workshop kann in deutscher oder englischer Sprache gebucht werden.
Kosten: 400 Euro für Gruppen bis 25 Teilnehmer*innen
Buchung: bitte per Mail an fuehrungen@schwulesmuseum.de

Online-Workshop III

Sprache und Macht

Von geschlechtergerechter Sprache und diskriminierenden Worten: Sternchen, Binnen-I oder Unterstrich? Generisches Maskulinum oder Gender-Gaga? Kaum etwas wird so heiß diskutiert wie geschlechtergerechte Sprache. Sprache bildet nämlich nicht nur Wirklichkeit ab, sondern trägt auch zu ihrer Erschaffung bei. Wie wir schreiben und sprechen, beeinflusst also auch wie wir die Welt wahrnehmen und sie gerechter gestalten können.

Die Frauenbewegung und antirassistische Gruppen verwenden seit Jahrzehnten antidiskriminierende und geschlechtergerechte Sprache und haben ihren Weg in den Mainstream geebnet. Dabei geht es jedoch um viel mehr als nur um die sprachliche Abbildung von zwei Geschlechtern: Sprache macht geschlechtliche Vielfalt sowie nichtbinäre, trans* und inter* Menschen sichtbar und ein Fokus auf Antidiskriminierung hilft uns, rassistische, ableistische und andere problematische Wörter aus unserem Wortschatz zu streichen.

In diesem Workshop betrachten wir die Ursprünge und Entwicklungen einer nichtdiskriminierenden Sprache. Praxisnah sehen wir uns verschiedene Wege an, um die Schönheit der Sprache im vollen Rahmen auszuschöpfen, während diskriminierende Begriffe und Formulierungen reduziert werden.

Der Workshop richtet sich an Erwachsene und setzt kein Vorwissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt voraus. Grundwissen zu Diskriminierungsdimensionen ist von Vorteil aber nicht zwingend erforderlich. In interaktiven, anschaulich gestalteten Einheiten bekommen Teilnehmende einerseits Input, aber haben auch die Möglichkeit zum Austausch: Offene Fragen können in einer wertschätzenden Atmosphäre diskutiert werden.

Referent*innen:

Yasmin Künze, a.k.a Mino, studiert Medienwissenschaft und produziert leidenschaftlich digitale Inhalte.
Felicia Rolletschke ist freiberufliche Workshoptrainerin, Rednerin, Bloggerin und Trans*aktivistin aus Berlin.

Ein Angebot des Schwulen Museum Berlin
Der Workshop dauert 4 Stunden und findet auf der online Plattform Zoom statt.
Kosten: 700 Euro für Gruppen bis 25 Teilnehmer*innen
Buchung: bitte per Mail an fuehrungen@schwulesmuseum.de

Online-Workshop IV

Queer in Ost-Berlin

Queeres Leben in der DDR nimmt in der großen Erzählung queerer Emanzipation häufig nur eine Nebenrolle ein. Doch auch in Ostdeutschland haben Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und inter* Personen ihre Freiräume erkämpft – mal eher im Privaten, mal öffentlich.

In diesem Workshop werfen wir einen Blick auf die unterschiedlichen Strategien und Aktionsformen, mit denen Queer-Aktivist*innen in der DDR ab den 70er Jahren für mehr Freiheiten und das Ende staatlicher Gängelung eintraten – und wie dieser Staat darauf reagierte. Wo kamen Queers in der DDR zusammen und welche Räume sind dabei entstanden? Wie wurden queere Aktionen organisiert und private Freiräume verteidigt? Durch die Verbindung von Inputs und interaktiven Formaten erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die verschiedenen Alltagswelten von Queers in der DDR und in einige Materialien der Ausstellung „Rosarot in Ostberlin“, zudem beschäftigen sie sich direkt mit kurzen Quellen aus der Zeit.

Dieser Workshop richtet sich an Erwachsene. Vorwissen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie queere Bewegungsgeschichte ist keine Voraussetzung, aber herzlich willkommen. Fragen können in einer wertschätzenden Atmosphäre jederzeit diskutiert werden und es gibt Anregungen zur vertieften Weiterbeschäftigung mit dem Themenbereich.

Referent*innen:

Tabesch Mehrabi ist Literatur- und Kulturwissenschaftler, interessiert an filmischen Zeugnissen der Migration und der Geschichte von HIV/Aids.
Henrik Rubner ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Protest- und Bewegungsforschung.

Ein Angebot des Schwulen Museum Berlin
Der Workshop dauert 2 Stunden und findet über die online Plattform Zoom statt.
Kosten: 400 Euro für Gruppen bis 25 Teilnehmer*innen
Buchung: bitte per Mail an fuehrungen@schwulesmuseum.de

Bildung und Outreach

Panda Sandra Ortmann: Leitung Bildung und Outreach
Thao Ho
: Volontariat im Bereich Ausstellungen, Bildung und Sammlung

Team Guides

Stefan Bast ist künstlerisch informierter Kunstpädagoge und forscht im Rahmen seines Dissertationsvorhaben zu einer diskriminierungskritischen Perspektivierung des Kunstunterrichts.

Caro Grimmer, MA Gender Studies, forschte zuletzt zu queerer Community und Einsamkeit und arbeitet gerne mit Schulklassen und queeren Jugendlichen.

Justus Heitzelmann ist Literatur- und Kulturwissenschaftler mit Interesse an künstlerischen Zeugnissen von HIV/Aids, Mental Health und queerer Identität, sowie Architekturgeschichte und Stadtentwicklung.

Jen(ny) Igersky ist queere Taube angehende Sozialarbeiter*in und in der Eingliederungshilfe für taube und hörbehinderte Menschen mit bzw. ohne zusätzliche Beeinträchtigungen in Berlin als Führungskraft tätig. 

Yasmin Künze, a.k.a Mino, studiert Medienwissenschaft und produziert leidenschaftlich digitale Inhalte.

Orlando Meier-Brix schreibt, macht Nonbinary- und Transaktivismus und forscht zu Judentum und Queerness.

Tabesch Mehrabi ist Literatur- und Kulturwissenschaftler, interessiert an filmischen Zeugnissen der Migration und der Geschichte von HIV/Aids.

Luan Pertl ist Inter* Aktivist*in in Österreich und Deutschland mit den Schwerpunkten Bildungsarbeit und Peerberatung.

Felicia Rolletschke ist freiberufliche Workshoptrainerin, Rednerin, Bloggerin und Trans*aktivistin aus Berlin.

Henrik Rubner ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Protest- und Bewegungsforschung.

Buchungen + Anfragen

aktuell bitte nur per Mail an: fuehrungen@schwulesmuseum.de

Projekte

Gesundheit hat System – ACT OUT! Ein Theater- und Rechercheprojekt

“Wessen Gesundheit zählt und wessen nicht?” – Ein queeres, antirassistisches, jugendliches Regiekollektiv aus dem Theater X macht sich in Kooperation mit dem Schwulen Museum auf, um Antworten zu finden. Ausgehend von ihren eigenen Erlebnissen bei Praxisbesuchen und Erfahrungen in Zeiten der Corona-Pandemie durchleuchten sie das Gesundheitssystems auf Homo-, Transfeindlichkeit, Sexismus und Rassismus. Im Stückprozess begleitet sie immer die Frage nach ihrer Lebensrealität heute und in Zukunft: Wie organisiert sich Solidarität hier und weltweit heute? Und was können wir aus vergangenen Kämpfen lernen? Dabei gehen sie in Ausstellungen und Archiv des SMUs, treffen Aktivist*innen der AIDS Krise und archivieren zeitgleich ihre eigene künstlerische Auseinandersetzung als Jugendkultur in Zeiten einer Pandemie.

Aus der Kooperation entsteht ein Theaterstück und ein lebendiges Archiv zwischen den Bewegungsorten Theater X und dem Schwulen Museum, in dem Stimmen und Körper aus Vergangenheit und Gegenwart sicht- und hörbar werden.

Konzept: Annika Füser, Gwen Lesmeister, Tabesch Mehrabi, Panda Sandra Ortmann
Spielleitung: Annika Füser
Dramaturgie: Gwen Lesmeister
Ensemble: Nello Becker, Sam. Davis, Nadir Eiffler, Ozan Erkan, Marie Opitz, Schönpflug, Serina Secici, David Thiery & Lumo Quinkert
Workshops im SMU: Eugen Januschke, Tabesch Mehrabi & Panda Sandra Ortmann, Heiko Pollmeier, Heiner Schulze
Bühne und Kostüm: Selina Thylmann & Elisa Nelvand 

Gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung FS1, 2020/2021

Looking for Queerdom

Ein Filmprojekt für Jugendliche im Schwulen Museum

Sieben junge Filmemacher*innen beschäftigen sich in einem fünftägigen Workshop mit (hetero)normativen Sichtweisen auf Sexualität, Geschlechtsidentitäten und Sexismus im Alltag. Entstanden sind vier Filme, die für einen Monat im siebten Programm der 12 Monde Filmlounge in den Ausstellungsräumen des Museums gezeigt wurden.

Konzept und Idee: Sanni Est, Anina Falasca, Giuseppina Lettieri, Panda Sandra Ortmann, Felix Roadkill
Workshopleitung: Sanni Est und Mareike Bernien
Teilnehmer*innen: Angelina Engelking, Frida Willemeit, Imke Gründewald Francia, Jamie Färber, Lucina Böhlke, Tamina Mai

Der Workshop LOOKING FOR QUEERDOM war eine Kooperation zwischen dem Schwulen Museum, dem Archiv der Jugendkulturen // Diversity Box und EMPOWERMENT. Gefördert von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.