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Mitglieder

Seit der Mitgliederversammlung im September 2018 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Dr. Birgit Bosold, Vera Hofmann, Christopher Izgin, Ben Miller, Jan-Claus Müller, Brigitte Oytoy, Heiner Schulze.

Der Vorstand kann direkt über vorstand@schwulesmuseum.de erreicht werden.

Aufgaben des Vorstandes

Gemäß § 7 der Satzung des Verein der Freundinnen und Freunde des Schwulen Museums in Berlin e.V hat der Vorstand folgende Aufgaben:

7.1. Der Vorstand besteht aus mindestens fünf und höchstens acht Personen, die aus dem Kreis der Mitglieder gewählt werden. Er fasst Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.

7.2. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich; jeweils zwei seiner Mitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.

7.3. Der Vorstand wird für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

7.4. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner Amtstätigkeit aus, so kann der Vorstand sich um höchstens ein Mitglied selbst ergänzen. Die Amtszeit des in dieser Weise berufenen Vorstandsmitgliedes gilt bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Über die veränderte Zusammensetzung des Vorstandes werden die Mitglieder des Vereins in geeigneter Weise informiert.

7.5. Der Vorstand kann während seiner Amtszeit auf einer Mitgliederversammlung mit zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Mitglieder durch die Wahl eines neuen Vorstandes abgelöst werden.

Dr. Birgit Bosold

Dr. Birgit Bosold ist seit 2006 (erstes weibliches*) Mitglied des Vorstands des Schwulen Museums. In dieser Funktion ist sie für die Finanzen des Hauses zuständig und war maßgeblich an der strategischen Neuorientierung des Schwulen Museums beteiligt, u. a. auch mit von ihr (ko-)kuratierten Ausstellungen, u. a. die erste Lesbenausstellung L-Projekt (2008).

Sie war Projektleiterin und Co-Kuratorin der Ausstellung „Homosexualität_en„, die vom Schwulen Museum initiiert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum mit maßgeblicher Unterstützung durch die Kulturstiftungen des Bundes und der Länder 2015 in beiden Häusern gezeigt und 2016 vom LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster übernommen wurde.

2017 betreute sie die beiden von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekte „Ein anderer Blick. Postkoloniale Perspektiven im Schwulen Museum“ im Rahmen des Programms Fellowship Museum International und „Queering Holocaust History“ (in Kooperation mit Anna Hájková / University of Warwick und dem Maxim Gorki Theater) sowie ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt zur Verfolgung und Diskriminierung von lesbischen Frauen und schwulen Männern in Hessen (19451985) im Auftrag des Landes Hessen. Aktuell kuratiert sie zusammen mit Vera Hofmann das „Jahr der Frau_en“ – ein queerfeministisches Jahresprogramm des Schwulen Museums für 2018, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Beruflich ist sie im Private Banking zu Hause, war nach Studium und Promotion im Fach Literaturwissenschaften langjährig bei verschiedenen renommierten Banken tätig und arbeitet heute freiberuflich als Beraterin im Portfoliomanagement für Unternehmen, Stiftungen und private Mandanten_innen sowie als Fachautorin und -dozentin.

 

Vera Hofmann

Vera Hofmann ist seit 2016 Vorstandsmitglied des Schwulen Museums (SMU). 2017 leitete sie die „Ausstellungsgruppe“, führte eine neues visuelles Erscheinungsbild für das Schwule Museum ein und szenografierte die Wanderausstellung Unverschämt. Lesbische Frauen und schwule Männer in Hessen von 1945 bis 1985. im Auftrag des Landes Hessen. Zusammen mit Birgit Bosold konzipierte und kuratiert sie in 2018 das „Jahr der Frau_en“ – ein queerfeministisches Jahresprogramm des Schwulen Museums, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Darin kuratiert sie die Ausstellungs- und Veranstaltungsformate 12 Monde, our own feminismS und die Dyke Bar: SPIRITS, sie übernimmt die Gesamtprojektsteuerung und betreut die Gruppen und Akteur*innen.

Ausgebildet ist sie als Diplom-Betriebwirtin, Fotodesignerin (B.A.) und bildende Künstlerin (M.A.). Sie arbeitete fünf Jahre als Beraterin für diverse DAX-Unternehmen und kulturelle Einrichtungen, danach als selbständige Auftragsfotografin und seit zehn Jahren als Künstlerin mit internationaler Ausstellungspraxis in Kunstorten und Museen wie De Appel Arts Centre Amsterdam, Benaki Museum Athen, Haus der Kulturen der Welt Berlin und Palais de Tokyo Paris.

Mit ihrem Engagement im Vorstand wirkt sie auf unterschiedlichen Ebenen an der strategischen Ausrichtung des SMU mit, um die Institution zu einer queeren Impulsgeberin für die Gesamtgesellschaft und zu einem lebendigen, inklusiven und magnetischen Ort für die verschiedenen Communities auszubauen.

 

Christopher Izgin

Christopher Izgin, geb. im Dezember 1988, studierte Philosophie (M. A.), klassische Philologie (M. A.) sowie germanistische Linguistik und Skandinavistik (B. A.) in Berlin, Frankfurt am Main und New York. Vom Herbst 2018 bis Sommer 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophieinstitut der Goethe-Universität Frankfurt. Anschließend fängt er seine Promotion in theoretischer Philosophie in Berlin an.

Christopher ist seit 2013 Mitglied des Vereins der Freundinnen und Freunde des Schwulen Museums in Berlin e. V. und beteiligt sich seit 2017 ehrenamtlich im Haus, indem er u. a. die queer-feministische Veranstaltungsreihe „our own feminismS“ – eines der Rahmenprogramme für das Jahr der Frau_en 2018 – mit kuratierte. Er war in etlichen queeren, tuntischen und linken Milieus unterwegs und verfolgt darüber hinaus einen Schwerpunkt zur psychosozialen Situation schwuler Männer, wozu er auch schon mehrfach in verschiedenen Städten Vorträge gehalten hat.

Im Rahmen seiner Vorstandstätigkeit will sich Christopher insbesondere auf die Veranstaltungskoordination konzentrieren. Für das SMU wünscht er sich, dass es künftig weiterhin ein diverses Publikum anzieht und dadurch der Austausch über Geschlechter-, Generationen- und Ländergrenzen hinweg kultiviert wird.

Ben Miller

Ben Miller (Jahrgang 1992) ist ein in Berlin lebender Student, Schriftsteller und Forscher. Der gebürtige Bostoner studierte Geschichte und Literatur an der New York University, bevor er mit Unterstützung des DAAD als Gastwissenschaftler bei der Magnus Hirschfeld Gesellschaft nach Berlin zog. Derzeit studiert er im Rahmen des Global History MA-Programms an der Freien Universität. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der transnationalen Geistes- und Kulturgeschichte der modernen Schwulen- und Lesbenbewegungen mit Schwerpunkt Verbindungen zur Anthropologie und visuellen Kultur. Diese Arbeit wurde in der Zeitschrift Invertito veröffentlicht und auf Konferenzen wie Historical Materialism und Imagine Queer vorgestellt. Ben lehrt an der Humboldt Universität über queere Geschichte, Literatur und visuelle Kulturen, unterstützt derzeit AA Bronson als Forscher bei „A Public Apology to Siksika Nation“, einem künstlerischen Forschungsprojekt zur indigenen Versöhnung in den westlichen Ebenen Kanadas, und hat an der PS120 in Berlin, LAXArt in Los Angeles und für AA Bronsons Media Guru Verlag über queerer Kunst und visuelle Kultur gesprochen und geschrieben. Seine Essays, Belletristik und Kritik wurden oder werden in der New York Times, Slate, Jacobin, VAN Magazine und Tin House veröffentlicht.

Jan-Claus Müller

geboren 1962, arbeitet seit November 2010 ehrenamtlich im Schwulen Museum an der Kasse, als Aufsicht in den Ausstellungen, im Café und bei den verschiedensten Veranstaltungen. Seit 2014 ist er im Vorstand des Schwulen Museum tätig. Seine Schwerpunkte liegen hier in der Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen, dem Organisieren und Durchführen von Ehrenamtler-Workshops und als Ansprechpartner für Personalfragen.

Hauptberuflich arbeitet Jan-Claus Müller als stellvertretende Leitung in einer großen sozialen Einrichtung im Sucht- und psychotherapeutischen Bereich.

Brigitte Oytoy

Brigitte Oytoy (*1988) ist eine Berliner Polittunte aus der tuntischen Tradition des Waldschlösschens. Sie studierte in Saarbrücken Historisch orientierte Kulturwissenschaften und Nachhaltige Entwicklung. Seit über zehn Jahren organisiert sie Aktionen innerhalb der Community und gestaltet Öffnungsprozesse in Organisationen: Zunächst in der regionalen Jugendgruppenarbeit im Saarland, dann bei der erstmaligen Einrichtung eines Queer Referats im AStA der der Universität des Saarlandes aus einer SchwuLesBi Studierendengruppe heraus und zuletzt in der bundesweiten Vernetzungsarbeit als Bundeskoordinatorin der Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Hochschulreferate und – gruppen (ehemals Schwulenreferatetreffen).

An der Universität des Saarlandes sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Gremien, davon vier Jahre als gewähltes Mitglied des Studierendenparlaments, als Schriftführerin im Parlamentsvorstand, in verschiedenen Ausschüssen und als stellvertretendes Senatsmitglied. In Berlin organisiert sie Shows und weitere Veranstaltungen mit dem Kollektiv Rat der Ranzigen und lässt kaum eine Politveranstaltung der Szene aus.

Im Vorstand des Schwulen Museums will sie sich insbesondere in der Planung und Umsetzung des Veranstaltungsprogramms, in der Vernetzung und in den laufenden Öffnungsprozess einbringen.

Heiner Schulze

ist ein in Berlin lebender Sozialwissenschaftler. Er studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und war für Studien- und Forschungsaufenthalte an der Sorbonne Nouvelle in Paris, der New School of Social Research in New York City und der University of Agder in Kristiansand, Norwegen. Schwerpunkte seiner Forschung sind soziale Ungleichheit, HIV/AIDS-Krise, Trauma und Erinnerung sowie queere Geschichte und Interventionen. Er organisiert Veranstaltungen im akademischen und künstlerischen Bereich. Lange Jahre bildungspolitisch aktiv, begann er sich zunehmend auch queerpolitisch zu engagieren. An tuntische Traditionen der Schwulenbewegung anknüpfend ist er sowohl auf Stöckeln auf Demonstrationen anzutreffen als auch auf der Bühne als Teil einer Tuntenkombo. Vor seiner Wahl in den Vorstand des Schwulen Museums war er ehrenamtlich in der Bibliothek des Museums aktiv. Auf diese Erfahrung aufbauend will er dem Bereich Bibliothek/Archiv in seiner Vorstandsarbeit Beachtung schenken und Verknüpfungen zu Community und Wissenschaft stärken. Darüber hinaus sieht er das Schwule Museum als wichtigen Sozialraum, der vor allem auch durch Veranstaltungen und Workshops belebt wird. In seiner Vorstandsarbeit will er diesen Sozialraum weiter beständig beleben und anderen Personen und Gruppen helfen, diesen Raum zu füllen.