burger Button

vorstand

Mitglieder

Seit der Mitgliederversammlung im September 2018 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Dr. Birgit Bosold, Ben Miller, Jan-Claus Müller, Brigitte Oytoy, Heiner Schulze

Kooptiertes Mitglied: Dr. Gen Eickers

Beratendes Mitglied: Dr. Birga Meyer

Der Vorstand kann direkt über vorstand@schwulesmuseum.de erreicht werden.

Aufgaben des Vorstandes

Gemäß § 7 der Satzung des Verein der Freundinnen und Freunde des Schwulen Museums in Berlin e.V hat der Vorstand folgende Aufgaben:

7.1. Der Vorstand besteht aus mindestens fünf und höchstens acht Personen, die aus dem Kreis der Mitglieder gewählt werden. Er fasst Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.

7.2. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich; jeweils zwei seiner Mitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.

7.3. Der Vorstand wird für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

7.4. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner Amtstätigkeit aus, so kann der Vorstand sich um höchstens ein Mitglied selbst ergänzen. Die Amtszeit des in dieser Weise berufenen Vorstandsmitgliedes gilt bis zur Wahl eines neuen Vorstandes nach §7.3 oder §7.5. Über die veränderte Zusammensetzung des Vorstandes werden die Mitglieder des Vereins in geeigneter Weise informiert.

7.5. Der Vorstand kann während seiner Amtszeit auf einer Mitgliederversammlung mit zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Mitglieder durch die Wahl eines neuen Vorstandes abgelöst werden.

Dr. Birgit Bosold

Dr. Birgit Bosold ist seit 2006 (erstes lesbisches) Mitglied des Vorstands des Schwulen Museums. In dieser Funktion ist sie für die Finanzen des Hauses zuständig und war maßgeblich an der strategischen Neuorientierung des Schwulen Museums beteiligt, u. a. auch mit von ihr (ko-)kuratierten Ausstellungen, u. a. die erste Lesbenausstellung L-Projekt (2008).

Sie war Projektleiterin und Co-Kuratorin der Ausstellung „Homosexualität_en„, die vom Schwulen Museum initiiert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum mit maßgeblicher Unterstützung durch die Kulturstiftungen des Bundes und der Länder 2015 in beiden Häusern gezeigt und 2016 vom LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster übernommen wurde.

2017 betreute sie die beiden von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekte „Ein anderer Blick. Postkoloniale Perspektiven im Schwulen Museum“ im Rahmen des Programms Fellowship Museum International und „Queering Holocaust History“ (in Kooperation mit Anna Hájková / University of Warwick und dem Maxim Gorki Theater) sowie ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt zur Verfolgung und Diskriminierung von lesbischen Frauen und schwulen Männern in Hessen (19451985) im Auftrag des Landes Hessen. Aktuell kuratiert sie zusammen mit Vera Hofmann das „Jahr der Frau_en“ – ein queerfeministisches Jahresprogramm des Schwulen Museums für 2018, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Beruflich ist sie im Private Banking zu Hause, war nach Studium und Promotion im Fach Literaturwissenschaften langjährig bei verschiedenen renommierten Banken tätig und arbeitet heute freiberuflich als Beraterin im Portfoliomanagement für Unternehmen, Stiftungen und private Mandanten_innen sowie als Fachautorin und -dozentin.

Dr. Gen Eickers

Dr. Gen Eickers (*1990) ist akademischer Philosoph und künstlerisch-politisch in der queeren Szene Berlins aktiv. Gen hat 2019 die Promotion in Philosophie an der Berlin School of Mind and Brain, Humboldt-Universität zu Berlin, und Freie Universität Berlin abgeschlossen. Gen forscht an den Schnittstellen Philosophie / Psychologie / Queer Theory. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen in den Bereichen Philosophie des Geistes (insbesondere: Emotionstheorie und Soziale Kognition), und trans Philosophie und Gender. Derzeit arbeitet er an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg an einem Projekt zu digitaler Diskriminierung bei LSBTQ+ Personen und lehrt zum Beispiel zu Diskriminierung, Gender, und Sexualität.
Neben der akademischen Philosophie macht Gen Öffentlichkeitsarbeit in Form eines Podcasts, öffentlichen Publikationen, oder Kunst-Veranstaltungen. In Kooperation mit ACUD hat Gen 2019 die Kunst-Nacht Fuck Me Tender organisiert und kuratiert; seit 2020 co-organisiert er die Lesebühne Ruhe – A Couple of Queers Reading.

Dr. Birga Meyer

Dr. Birga Meyer ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als Kuratorin in und für verschiedenen Museen. Meist konzipiert sie Ausstellungen, erarbeitet aber auch museale Vermittlungsprogramme und Veranstaltungsreihen und war auch schon am Aufbau eines neuen Museums beteiligt. Von der New Museology kommend sind intersektionale, selbstreflektierte, positionierte und machtkritische Museumspraxen für sie zentral.

Für das Schwulen Museum engagiert sie sich seit 2017. Im Jahr der Frau_en zeigte sie zusammen mit Kaj Maiwald die Ausstellung Proudly Perverted und 2020 kuratierte sie mit Lotte Thaa die Ausstellung Rosarot in Ost-Berlin. Vertraut mit der Museumsarbeit berät Birga Meyer nun den Vorstand des SMUs. Dabei möchte sie sich vor allem in die Ausstellungsarbeit einbringen und, wo dies hilfreich ist, auch bei auch bei Personal- und Verwaltungsfragen Unterstützung leisten.

Ben Miller

Ben Miller (*1992, Boston, USA) ist ein in Berlin lebender Schriftsteller und Historiker; hauptberuflich ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg Global Intellectual History der Freien Universität tätig. Er hat an der Humboldt Universität und am New Center for Research and Practice zu queerer Geschichte, Literatur und visuellen Kulturen gelehrt und wurde mit Forschungsstipendien des Deutschen Akademischen Auschauschdienstes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Sein Forschungsschwerpunkt ist der Einfluss von Primitivismus und Okkultismus auf den Aufstieg der Schwulenbewegung im deutschsprachigen und anglophonen Raum. Er engagiert sich für Public History und kollaborative, interdisziplinäre, künstlerische und Community-basierte Forschung und arbeitet viel mit bildenden Künstler*innen und Theatermacher*innen zusammen, darunter AA Bronson bei der Forschung zum indigenen Genozid in Kanada (A Public Apology to Siksika Nation, 2019 und laufend), das Projekt Gnostic Mass (2019-2020) mit Elijah Burgher sowie laufende Kollaborationen mit Barrie Kosky und Liz Rosenfeld. Im Jahr 2020 ko-kuratierte er die Ausstellung „100 Objects: An Archive of Feelings”, eine affektive Neubetrachtung der Sammlung des Museums und der queeren Archivierungspraxis. Mit Huw Lemmey moderiert er „Bad Gays”, einen Podcast über böse und komplizierte Queers in der Geschichte, der mehr als eine halbe Million Mal heruntergeladen wurde. Zudem arbeitet er an einem Buch, das auf dem Podcast basiert und 2022 bei Verso erscheinen wird. Seine Essays, Belletristik und Kritiken wurden u.a. in The New York Times, Literary Hub, Tin House, The Los Angeles Review of Books veröffentlicht. Seit 2018 ist er Mitglied des Vorstands, wo er sich besonders um internationale Vernetzungen und die Sammlung/das Archiv kümmert.

Jan-Claus Müller

geboren 1962, arbeitet seit November 2010 ehrenamtlich im Schwulen Museum an der Kasse, als Aufsicht in den Ausstellungen, im Café und bei den verschiedensten Veranstaltungen. Seit 2014 ist er im Vorstand des Schwulen Museum tätig. Seine Schwerpunkte liegen hier in der Betreuung der ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen, dem Organisieren und Durchführen von Ehrenamtler-Workshops und als Ansprechpartner für Personalfragen.

Hauptberuflich arbeitet Jan-Claus Müller als stellvertretende Leitung in einer großen sozialen Einrichtung im Sucht- und psychotherapeutischen Bereich.

Brigitte Oytoy

Brigitte Oytoy (*1988) ist eine Berliner Polittunte aus der tuntischen Tradition des Waldschlösschens. Sie studierte in Saarbrücken Historisch orientierte Kulturwissenschaften und Nachhaltige Entwicklung. Seit über zehn Jahren organisiert sie Aktionen innerhalb der Community und gestaltet Öffnungsprozesse in Organisationen: Zunächst in der regionalen Jugendgruppenarbeit im Saarland, dann bei der erstmaligen Einrichtung eines Queer Referats im AStA der der Universität des Saarlandes aus einer SchwuLesBi Studierendengruppe heraus und zuletzt in der bundesweiten Vernetzungsarbeit als Bundeskoordinatorin der Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Hochschulreferate und – gruppen (ehemals Schwulenreferatetreffen).

An der Universität des Saarlandes sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Gremien, davon vier Jahre als gewähltes Mitglied des Studierendenparlaments, als Schriftführerin im Parlamentsvorstand, in verschiedenen Ausschüssen und als stellvertretendes Senatsmitglied. In Berlin organisiert sie außerdem Shows und weitere Veranstaltungen mit dem Kollektiv Rat der Ranzigen.

Im Vorstand des Schwulen Museums will sie sich insbesondere in der Planung und Umsetzung des Veranstaltungsprogramms, in der Vernetzung und in den laufenden Öffnungsprozess einbringen.

Heiner Schulze

ist ein in Berlin lebender Sozialwissenschaftler. Er studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und war für Studien- und Forschungsaufenthalte an der Sorbonne Nouvelle in Paris, der New School of Social Research in New York City und der University of Agder in Kristiansand, Norwegen. Schwerpunkte seiner Forschung sind soziale Ungleichheit, HIV/AIDS-Krise, Trauma und Erinnerung sowie queere Geschichte und Interventionen. Er organisiert Veranstaltungen im akademischen und künstlerischen Bereich. Lange Jahre bildungspolitisch aktiv, begann er sich zunehmend auch queerpolitisch zu engagieren. An tuntische Traditionen der Schwulenbewegung anknüpfend ist er sowohl auf Stöckeln auf Demonstrationen anzutreffen als auch auf der Bühne als Teil einer Tuntenkombo. Vor seiner Wahl in den Vorstand des Schwulen Museums war er ehrenamtlich in der Bibliothek des Museums aktiv. Auf diese Erfahrung aufbauend will er dem Bereich Bibliothek/Archiv in seiner Vorstandsarbeit Beachtung schenken und Verknüpfungen zu Community und Wissenschaft stärken. Darüber hinaus sieht er das Schwule Museum als wichtigen Sozialraum, der vor allem auch durch Veranstaltungen und Workshops belebt wird. In seiner Vorstandsarbeit will er diesen Sozialraum weiter beständig beleben und anderen Personen und Gruppen helfen, diesen Raum zu füllen.