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Der Vorstand

Seit der Mitgliederversammlung im November 2025 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Dr. Birgit Bosold, Dr. Ben Miller, Brigitte Oytoy, Heiner Schulze, Christian Tillmans, Nora Eckert und Valentin Rion

Der Vorstand kann direkt über vorstand@schwulesmuseum.de erreicht werden.

Aufgaben des Vorstandes

Gemäß § 7 der Satzung des Verein der Freundinnen und Freunde des Schwulen Museums in Berlin e.V hat der Vorstand folgende Aufgaben:

7.1. Der Vorstand besteht aus mindestens fünf und höchstens acht Personen, die aus dem Kreis der Mitglieder gewählt werden. Er fasst Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.

7.2. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich; jeweils zwei seiner Mitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.

7.3. Der Vorstand wird für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

7.4. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Ablauf seiner Amtstätigkeit aus, so kann der Vorstand sich um höchstens ein Mitglied selbst ergänzen. Die Amtszeit des in dieser Weise berufenen Vorstandsmitgliedes gilt bis zur Wahl eines neuen Vorstandes nach §7.3 oder §7.5. Über die veränderte Zusammensetzung des Vorstandes werden die Mitglieder des Vereins in geeigneter Weise informiert.

7.5. Der Vorstand kann während seiner Amtszeit auf einer Mitgliederversammlung mit zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Mitglieder durch die Wahl eines neuen Vorstandes abgelöst werden.

Dr. Birgit Bosold

Birgit Bosold ist seit 2006 Mitglied des Vorstandes des Schwulen Museums. In dieser Funktion ist sie vor allem für die Bereiche Funding und Finanzen zuständig und war/ist maßgeblich an der strategischen Neuausrichtung beteiligt. Sie war Projektleiterin und Ko-Kuratorin von wichtigen Projekten wie der Ausstellung Homosexualität_en (2015/16) oder zusammen mit Vera Hofmann des Programms Jahr der Frau_en (2018). 2019 realisierte sie gemeinsam mit Carina Klugbauer im Auftrag des Goethe-Instituts eine Wanderausstellung zur queeren Geschichte in Deutschland, die seitdem durch die Welt tourt und auch online verfügbar ist.

Beruflich ist sie auch im Private Banking tätig. Nach Studium und Promotion in Literaturwissenschaft arbeitete sie viele Jahre für verschiedene renommierte Banken und ist heute als freiberufliche Beraterin im Portfoliomanagement für Unternehmen, Stiftungen und Privatkund*innen sowie als Dozentin und Autorin aktiv.

Dr. Ben Miller

Ben Miller (*1992, Boston, USA) ist Historiker und Autor, derzeit Doktorand an der Graduate School of Global Intellectual History an der Freien Universität Berlin, wo er sich mit der transatlantischen Geistesgeschichte queerer Identitätsbildung beschäftigt. Seit 2018 ist er Mitglied des Vorstands und konzentriert sich auf den Ausbau, die Bearbeitung, die Forschung und die Präsentation der Sammlungen. In diesem Zusammenhang war er Ko-Kurator von 100 Objects: An Archive of Feelings (2020), eine Überprüfung der Sammlungen des Museums, die den Weg für eine Dauerausstellung ebnen soll. Darüber hinaus arbeitet er an der Erweiterung des internationalen Netzwerks des Museums und hilft bei der Leitung der Critical Friends, des künstlerischen und akademischen Beirats des Museums. Ben ist der Autor von „Bad Gays: A Homosexual History“ (Verso, 2022; basierend auf seinem erfolgreichen Queer History-Podcast) und „The New Queer Photography“ (Kettler, 2020) und schreibt regelmäßig für die New York Times. www.benwritesthings.com/

Brigitte Oytoy

Brigitte Oytoy (*1988) ist eine Berliner Polittunte aus der tuntischen Tradition des Waldschlösschens. Sie studierte in Saarbrücken Historisch orientierte Kulturwissenschaften und Nachhaltige Entwicklung. Im Vorstand des Schwulen Museum ist sie seit 2018 aktiv (3. Amtszeit). Seit über fünfzehn Jahren organisiert sie Aktionen innerhalb der Community und gestaltete Öffnungsprozesse in Organisationen: Zunächst in der regionalen Jugendgruppenarbeit im Saarland, dann bei der erstmaligen Einrichtung eines Queer Referats im AStA der Universität des Saarlandes aus einer SchwuLesBi Studierendengruppe heraus und zuletzt in der bundesweiten Vernetzungsarbeit als Bundeskoordinatorin der Bundeskonferenz der schwulen, schwul-lesbischen und queeren Hochschulreferate und – gruppen (ehemals Schwulenreferatetreffen).

An der Universität des Saarlandes sammelte sie Erfahrung in verschiedenen Gremien, davon vier Jahre als gewähltes Mitglied des Studierendenparlaments, als Schriftführerin im Parlamentsvorstand, in verschiedenen Ausschüssen und als stellvertretendes Senatsmitglied. In Berlin organisiert sie außerdem Shows und weitere Veranstaltungen mit dem Kollektiv Rat der Ranzigen.

Im Vorstand des Schwulen Museums ist sie insbesondere bei den Themen Strukturwandel und Verein und Mitglieder involviert.

Heiner Schulze

ist ein in Berlin lebender Sozialwissenschaftler. Er studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und war für Studien- und Forschungsaufenthalte an der Sorbonne Nouvelle in Paris, der New School of Social Research in New York City und der University of Agder in Kristiansand, Norwegen. Schwerpunkte seiner Forschung sind soziale Ungleichheit, HIV/AIDS-Krise, Trauma und Erinnerung sowie queere Geschichte und Interventionen. Er organisiert Veranstaltungen im akademischen und künstlerischen Bereich. Lange Jahre bildungspolitisch aktiv, begann er sich zunehmend auch queerpolitisch zu engagieren. An tuntische Traditionen der Schwulenbewegung anknüpfend ist er sowohl auf Stöckeln auf Demonstrationen anzutreffen als auch auf der Bühne als Teil einer Tuntenkombo. Vor seiner Wahl in den Vorstand des Schwulen Museums war er ehrenamtlich in der Bibliothek des Museums aktiv. Auf diese Erfahrung aufbauend will er dem Bereich Bibliothek/Archiv in seiner Vorstandsarbeit Beachtung schenken und Verknüpfungen zu Community und Wissenschaft stärken. Darüber hinaus sieht er das Schwule Museum als wichtigen Sozialraum, der vor allem auch durch Veranstaltungen und Workshops belebt wird. In seiner Vorstandsarbeit will er diesen Sozialraum weiter beständig beleben und anderen Personen und Gruppen helfen, diesen Raum zu füllen.

Christian Tillmans

Christian Tillmans – Bank- und Diplom-Kaufmann – verbrachte sein Berufsleben bei einem der führenden Luftfahrtunternehmen Europas. Dort sammelte er Management- & Führungserfahrung in Funktionen wie Vertrieb, Revenue Management, kaufmännische Geschäftsführung, Personal-Management und Führungskräfte-Entwicklung.

Er absolvierte eine Coaching-Ausbildung und unterstützte die Gründung und Entwicklung eines firmeninternen LGBTQI-Netzwerkes.

Im September 23 beendete er seine Management-Tätigkeit und engagiert sich seitdem ehrenamtlich u.a. als Coach bei „startsocial e.V“ sowie im Bereich Job-Mentoring bei „jobs4refugees gGmbH“ und „Ulme 35 Interkulturanstalten e.V.“.

Als Vorstandsmitglied möchte er die Geschäftsführung mit seinen Erfahrungen und Kenntnissen aus der Unternehmenspraxis unterstützen, um die wirtschaftlichen, administrativen und organisatorischen Strukturen und Prozesse des SMU weiter zu professionalisieren. Das umfasst auch, zusammen mit der Geschäftsführung, Maßnahmen zu erarbeiten, die die Attraktivität des Museums und dessen Besucherzahlen weiter erhöhen können.

Valentin Rion

Valentin Rion (er/sie) ist Performer und Kulturaktivistin. Als Teil des Kollektivs Objects of Desire baut Valentin ein Archiv auf, in dem Sexarbeiter*innen ihre Geschichten anhand von Gegenständen erzählen. Gemeinschaftlich kuratierte sie am Schwulen Museum die Ausstellungen Objects of Desire (2019) und With Legs Wide Open (2024). Letztere zieht 2026 in erweiterter Form weiter an die Bundeskunsthalle Bonn.

Valentins Arbeit ist immer interessiert an der Verschränkung wissenschaftlicher und künstlerischer Praktiken, angeleitet von sozialen Fragen. Für sie ist das Schwule Museum eine Community-Ressource, die auf hohem Niveau neue Wege fürsorglichen institutionellen Arbeitens finden und teilen kann. Als Teil des Vorstands möchte Valentin sich in den Bereichen resiliente Partnerschaften, EU-Fundraising, und intersektionales Community Building engagieren.

Valentin arbeitet in soziokulturellen Kontexten mit älteren und jüngeren Menschen, strickt interdisziplinäre Projekte, die ländliche Räume zwischen Ostdeutschland, dem Mittelmeerraum und Westafrika verbinden, arbeitet für Theater und Film, und entwickelt in einem praktischen Forschungsprojekt eine Improvisationsmethode für Intimität.

Nora Eckert

Nora Eckert (Jg. 1954), lebt seit 1973 in Berlin, ist Publizistin und seit einigen Jahren trans*Aktivistin, Autorin bei queer.de, Vorständin bei TransInterQueer e.V., zwischen 2022 und 2025 auch Vorständin beim Bundesverband Trans* und dort mandatiert für das Thema trans* und Alter. Lange Zeit war sie journalistisch als Opernkritikerin tätig und hat in dieser Zeit mehrere Bücher zu theater- und operngeschichtlichen Themen verfasst (Opernregie, Bühnenbild, Wagners „Ring“, „Parsifal“, Georg Büchner und Hamlet). 2023 erschien bei C.H. Beck ihr Memoir „Wie alle, nur anders“. Arbeitet an einer trans*Geschichte BRD/DDR, die Ende 2026 als Buch erscheinen wird.